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Niveauvoller Jazz zum Feierabend mit »Groove Galaxy« im k1-Studio

Groovy Grooves

Oliver Hahn am Keyboard, Arno Haselsteiner am Schlagzeug, Patrick Scales am E-Bass und Michael Vochezer an der E-Gitarre verwöhnten im k1-Studio mit 1A Jazz. (Foto: Benekam)

Mitgenommen auf eine musikalische Spritztour ins All, unterlegt mit spritzig-sprudelndem Fusion-Jazz, fühlten sich die treuen Jazz-Fans im k1-Studio. Es kristallisiert sich ein kleiner, aber dennoch beständiger Kreis von Besuchern der Jazz-Reihe im k1 heraus.


Die vier Jazzer Michael Vochezer (E- und Akustik-Gitarre), Patrick Scales (E-Bass-Gitarre), Arno Haselsteiner (Schlagzeug) und Oliver Hahn (Keyboards und Synthesizer) hatten nicht viel Mühe, die im Titel angekündigte Fusion zu leben. Fusionierende Wirkung hatte das gelungene Verschmelzen unterschiedlicher Musikstile unter erfrischender Dreingabe der eigenen bunten Note der vier Musiker, also gleich in mehrfacher Hinsicht: Es passte ins Studio, ging in engen Kontakt zu den Zuhörern und, die Grundvoraussetzung jeglichen Grooves: Es kam zur harmonischen Verschmelzung der Musiker untereinander.

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Das »Groove-Galaxy«-Konzept, ein vor eineinhalb Jahren zum Leben erwecktes Herzens-Projekt der vier Gleichgesinnten mit zündenden Eigenkompositionen von Vochezer und Hahn, ging auf und entfaltete sich im Studio zum Burner. Nummern wie »7seconds«, »Grou Grou Mama« oder »Hitchhikin« infizierten die k1-Gäste mit ausgelassener Lebensfreude und pulsierenden Rhythmen. Die hervorragenden Soli bekamen großzügigen Zwischenapplaus.

»Jacky Brown« und »Avatar 1«, beides Kompositionen von Oliver Hahn, hatten Filmmusik-Charakter, könnten vielleicht beim Zuhörer, wie Hahn erklärte, ein eigenes Kopfkino zum Laufen bringen. Kein schlechter Einwurf, denn beim Hörgenuss entstanden tatsächlich Bilder und angeregte mehrdimensionale »high-level« Spannungen. In der Nummer »Organic« lotete Hahn mit großem Vergnügen alle Finessen seines Instrumentes aus, wobei er es nicht versäumte, die Kollegen auf seinen Ausflug einzuladen, welche bereitwillig in seine Rhythmen einstiegen und mitswingten.

Da kam auch im zweiten Konzertteil zu fortgeschrittener Stunde niemandem ein Gähnen aus. Immer abwechslungsreich mit »Tim’ s Groove«, »Sunshine« oder »Before tomorrow«, ob innerhalb der einzelnen Nummern oder bezüglich der Programmfolge, das Stimmungsbarometer hielt sich, entsprechend der musikalischen Leistung, auf hohem Niveau. Zum Schluss gab es nach einem verdient kräftigen Applaus noch eine Zugabe, »Fleur« (Blume, aus dem Französischen übersetzt), deren anregender Duft beim Verlassen des k1-Studios noch immer in der Luft lag. Kirsten Benekam