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Er zeigte in dieser Saison im IBU-Cup schon mehrfach erfreuliche Leistungen und wurde nun nach dem IBU-Cup von Osrblie als Ersatzmann für den Weltcup in Antholz nominiert: Marco Groß vom SC Ruhpolding. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Groß als Ersatzmann zum Weltcup

Mit dem Sprint der Männer und dem Verfolgungslauf der Frauen wurde der IBU-Cup in Osrblie (Slowakei) beendet. In beiden Rennen gab es zwar ordentliche Leistungen, aber keinen Spitzenplatz.


So fiel das Fazit von Trainer Remo Krug (Inzell) auch gemischt aus: »Ja, es war etwas durchwachsen.« Allerdings erschwerte auch das Wetter das Geschehen. Wegen eines Föhnsturms am geplanten Wettkampftag konnte nämlich der Sprint der Männer erst mit einem Tag Verspätung ausgetragen werden, daher musste der Verfolgungslauf entfallen. »Es hat alle Werbebanden weggeweht, auch das Starthäuschen hat es erwischt, da war überhaupt kein Wettkampf möglich«, berichtet der Inzeller. Tags darauf hatte sich das Wetter zwar etwas beruhigt, »aber es waren zum Teil sehr unterschiedliche Verhältnisse für die Aktiven, es gab immer wieder Windwechsel.«

Den Sieg über 10 km holte sich der Franzose Emilien Claude (24:35,8 Minuten/1 Schießfehler). Der 22-Jährige verwies den Norweger Sindre Pettersen (+ 15,0/3) sowie den Russen Petr Paschenko (+ 17,5/1) auf die weiteren Podestplätze. Als Neunter war Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg/+ 46,1/2) bester Deutscher im Feld der 91 Teilnehmer. Ganz eng beieinander lag ein Trio des Stützpunkts Ruhpolding: Zeitgleich (+ 1:34,7) und mit je zwei Schießfehlern teilten sich Marco Groß (SC Ruhpolding) und Dominic Schmuck (SC Schleching) den 23. Platz. Nur 2,8 Sekunden dahinter landete Matthias Dorfer (SV Marzoll) mit ebenfalls zwei Strafrunden auf dem 26. Platz.

Erfreulich zudem für Groß – der im IBU-Cup schon mehrere gute Platzierungen erkämpft hatte – und Schmuck: Beide wurden als Ersatzmänner für den Weltcup in Antholz (Italien) nominiert. »Bei Marco ist die Einsatzchance höher, deshalb fährt er gleich hin. Bei Dominic warten wir noch ab – aber falls er einen Einsatz bekommt, kann er schnell nachreisen, es ist ja nicht so weit«, weiß Krug.

Die weiteren Platzierungen der deutschen Teilnehmer: 42. Simon Kaiser, WSV Oberhof + 2:21,5/5; 47. Niklas Homberg, SK Berchtesgaden + 2:40,1/3.

Bei den Damen dagegen hatte der Sprint noch regulär stattgefunden (wir berichteten), hier fand zum Abschluss der Verfolgungslauf statt. Dieses Jagdrennen entschied die Sprint-Zweite – die Russin Jewgenija Burtasowa (28:44,4/2) – zu ihren Gunsten. Auf Rang zwei stürmte die Schwedin Sara Andersson (+ 1:02,2/4) nach vorne. Die 19-Jährige hatte im Sprint den 13. Platz belegt. Dritte der Verfolgung wurde die Norwegerin Jenny Enodd (+ 1:07,7/4).

Beste Deutsche war Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf (+ 2:06,3/4) als Zwölfte vor Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz+ 2:17,4/4). Schneider darf auch zum Weltcup reisen und soll dort auf jeden Fall eingesetzt werden. Dies gilt auch für Janina Hettich (SC Schönwald/ + 3:08,1/6). Die 25-Jährige belegte in der Verfolgung den 27. Platz (20. Sprint), nachdem sie ja in Osrblie den verkürzten Einzellauf gewonnen hatte, und kehrt somit ins Weltcup-Team zurück. Die weiteren Platzierungen: 30. Mareike Braun, DAV Ulm + 3:19,4/3; 45. Lisa Spark, SC Traunstein + 4:16,3/9.

Nicht mehr am Start war nach dem verkürzten Einzellauf Maren Hammerschmidt (SK Winterberg/Stützpunkt Ruhpolding). Sie war bereits im Vorfeld gesundheitlich angeschlagen und hatte gehofft, über die Wettkämpfe wieder in ihren Rhythmus zu kommen. Doch letztlich wurde es gesundheitlich nicht besser. Sie musste vorzeitig nach Hause fahren. Nun soll eine genaue Untersuchung ergeben, ob oder wie lange sie pausieren muss.

Fest steht schon jetzt: Von denjenigen, die jetzt für den Weltcup nominiert wurden, aber nicht zu den Olympischen Spielen können, ist ein Platz bei den Europameisterschaften am Arber (vom Mittwoch, 26. bis Sonntag, den 30. Januar) praktisch fix. »Auch das restliche IBU-Cup-Kernteam hat gute Chancen auf eine Nominierung. Und wenn sich jemand beim Deutschlandpokal am kommenden Wochenende in Oberhof noch besonders anbietet, wäre eventuell auch noch eine EM-Nominierung möglich«, erläutert Krug. Insgesamt dürfen für die EM maximal je acht Damen und Herren gemeldet werden, je sechs dürfen dann pro Wettkampf ran. who