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Großangelegte Buskontrollaktion der Pidinger Schleierfahnder

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Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Die Polizeiinspektion Fahndung Traunstein führte vergangene Woche eine schwerpunktmäßige Kontrollstelle auf der BAB A8 kurz vor der Ausreise aus dem Bundesgebiet am ehemaligen Grenzübergang Bad Reichenhall durch.


Hierbei wurde das Hauptaugenmerk auf Linienbusse gelegt, welche von Deutschland bzw. den Nachbarländern aus in Richtung Balkanstaaten unterwegs waren. Bei den Kontrollen waren neben den ansässigen „Schleierfahndern“ auch Kollegen der Einsatzzüge Traunstein und Rosenheim, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, der Bereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes und ein Diensthundeführer anwesend.

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Als besonderes technisches Hilfsmittel war zudem ein „mobiles Röntgengerät“ vom Zollamt München-Flughafen im Einsatz.

Mehrere gesuchte Personen festgestellt  - Haftbefehl vollstreckt

Gleich zu Beginn der Aktion klickten für einen 44-jährigen Ungarn die Handschellen. Gegen den wohnsitzlosen Mann bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Da er den fälligen Geldbetrag in dreistelliger Höhe nicht aufbringen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.

Bei insgesamt vier weiteren Personen wurden aktuelle Fahndungsnotierungen wegen diverser Straftaten festgestellt. Nach Erhebung ihrer aktuellen Anschrift konnten diese Businsassen die Weiterfahrt antreten.

Mobiles Röntgengerät und Rauschgifthund im Einsatz

Da auch immer mehr Straftäter die Fernreisebusse nutzen um Diebesgut und Rauschgift außer Landes zu schaffen, wurde das mobile Röntgengerät des Zollamts München-Flughafen zum Durchleuchten von Gepäckstücken hinzugezogen. Die Koffer und Taschen von ca. 400 Businsassen wurden hierbei überprüft, jedoch ohne etwas Verdächtiges festzustellen.

Allerdings schlug der Rauschgiftspürhund gleich bei mehreren Gepäckstücken sowie bei einem Linienbus auf der Fahrt von Westdeutschland nach Mazedonien an. Leider brachten die anschließenden Intensivdurchsuchungen keine Betäubungsmittel zum Vorschein, sodass den betroffenen Insassen die Weiterfahrt gestattet werden konnte.

Technische Mängel und Geschwindigkeitsverstöße festgestellt

Bei der Kontrolle eines Linienbusses durch die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein wurde ein massiver Ölverlust im Motorraum beanstandet, sodass die Weiterfahrt unterbunden werden musste. Anhand der überprüften „Tachoscheiben“ bzw. des digitalen Kontrollgeräts, wurden fünf Busfahrer als „Raser“ entlarvt. Hier wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 1.270 EURO fällig, zudem müssen zwei der Lenker mit einem Fahrverbot in Deutschland rechnen.

Im Zeitraum von 18:00 bis 01:15 Uhr, wurden 48 Busse und 6 Pkws mit über 1.700 Personen überprüft.

Die durch die Kontrollaktion gewonnenen polizeilichen Erkenntnisse machten wieder einmal deutlich, dass sich der grenzüberschreitende Busverkehr auch bei Straftätern und gesuchten Personen zunehmender Beliebtheit erfreut.

Auch in Zukunft werden deshalb ähnliche Kontrollaktionen stattfinden.

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Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Süd