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Große Erwartungen an Steinmeier

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Steinmeier ist Bundespräsident
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Auf dem neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier lasten große Hoffnungen. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa
Am Rednerpult
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Der designierte Bundespräsident Steinmeier nach der Wahl am Rednerpult. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa
Gratulation
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SPD-Chef Sigmar Gabriel gratuliert dem künftigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa
Steinmeier
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Frank-Walter Steinmeier gibt in der Bundesversammlung seine Stimme ab. Foto: Gregor Fischer Foto: dpa
Steinmeier
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Frank-Walter Steinmeier während der Eröffnungsrede zur Bundesversammlung. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Stimmabgabe
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Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt bei der Wahl des Bundespräsidenten ihre Stimme ab. Foto: Gregor Fischer Foto: dpa
Bundesversammlung
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Blick in den Plenarsaal des Reichstagsgebäudes in Berlin. Offiziell hat die Bundesversammlung 1260 Mitglieder. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Gauck
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Bundespräsident Joachim Gauck während der Eröffnungsrede durch Bundestagspräsident Lammert. Foto: Ralf Hirschberger Foto: dpa
Norbert Lammert
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Bundestagspräsident Norbert Lammert spricht zu Beginn der Bundesversammlung. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa
Merkel und Steinmeier
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Kanzlerin Merkel und Frank-Walter Steinmeier in der St. Hedwigs-Kathedrale beim Gottesdienst vor Beginn der Bundesversammlung. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa
Sicherheit
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Polizisten an einem Absperrgitter vor der Kulisse des Reichstagsgebäudes in Berlin. Foto: Ralf Hirschberger Foto: dpa
Bellevue bekommt neuen Hausherr
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Die Flagge des Bundespräsidenten weht auf Schloss Bellevue, dem Dienstsitz des Bundespräsidenten. Foto: Paul Zinken Foto: dpa
Joachim Gauck
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Der damals neu gewählte Bundespräsident, Joachim Gauck, nach der Bundesversammlung im März 2012. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa
Blick von unten
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Blick von unten: Der Bundesadler im Plenarsaal des Bundestages in Berlin. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa
Frank-Walter Steinmeier
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Mit Spannung wird erwartet, wie viele der 1260 Mitglieder der Bundesversammlung für Steinmeier stimmen. Foto: Rainer Jensen Foto: dpa

Auch am Tag danach feiert die SPD den Sieg ihres Kandidaten Steinmeier. Die Union hält sich zurück. Der gewählte Bundespräsident trifft derweil schon Personalentscheidungen.


Berlin (dpa) - An den künftigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier richten sich hohe Erwartungen - sowohl in Deutschland als auch international.

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Während die SPD den Sieg ihres Kandidaten vor allem als Zeichen für ihren Aufschwung wertet, fordert die Linke den neuen Bundespräsidenten auf, sich für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland einzusetzen. Einen Tag nach der Wahl gab Steinmeier eine wichtige Personalie bekannt: Die NDR-Journalistin Anna Engelke wird neue Sprecherin des Bundespräsidenten.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sieht in der Wahl Steinmeiers ein weiteres Zeichen für die positive Entwicklung ihrer Partei. Barley sagte dem MDR, die SPD sei in Umfragen jahrelang unter Wert verkauft worden. »Das ist jetzt anders und das bringt einen unglaublichen Schwung.« Barley betonte, ihre Partei habe für die Zeit nach der Bundestagswahl mehrere Optionen. »Ich persönlich bin keine Freundin der Fortsetzung der großen Koalition.«

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nannte es ein »starkes Signal«, dass mit Steinmeier ein erfahrener und souveräner Außenpolitiker zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden ist. »Er wird als Bundespräsident Deutschland gut tun.«

Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, nannte Steinmeier »eine ausgezeichnete Wahl«. Auch in der internationalen Presse wurde die Wahl überwiegend positiv kommentiert. Die dänische Zeitung »Kristeligt Dagblad« schrieb: »Deutschlands neues Staatsoberhaupt ist in vielerlei Hinsicht der diametrale Gegensatz zum neuen amerikanischen Staatsoberhaupt.«

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der »Rheinischen Post«: »Das wichtigste ist, dass Steinmeier als zentrales Thema den Zusammenhalt in Deutschland, Europa und in der Welt setzt.« Für den Kandidaten der Linken bei der Bundespräsidentenwahl, Christoph Butterwegge, sendet Steinmeier allerdings kein Signal für einen Politikwechsel. Im Bayerischen Rundfunk sagte er: »Er steht ein bisschen für ein "Weiterso‘«.

Der unterlegene Kandidat der Freien Wähler, Alexander Hold, sagte dem Sender Sat.1: »Ich bin sicher, er wird ein guter Präsident werden.« Steinmeiers große Aufgabe sei, Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. »Dazu muss er seine Sprache ein bisschen ändern.«

Die Hörfunk-Journalistin Engelke (47) wird Sprecherin des neuen Bundespräsidenten. Das wurde am Montag bekannt. Engelke leitet zur Zeit die NDR-Hörfunkgruppe im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin. Steinmeier sagte dazu: »Anna Engelke ist eine erfahrene Journalistin. Sie kennt sich in der Bundespolitik bestens aus und hat einen Blick für internationale Themen.«

Sieben Monate vor der Bundestagswahl am 24. September hatte Steinmeier als Kandidat von Union und SPD in der Bundesversammlung 931 von 1239 gültigen Stimmen erhalten. Butterwegge kam auf 128 Stimmen, AfD-Kandidat Albrecht Glaser erhielt 42 Stimmen und der von den Freien Wählern präsentierte Jurist Hold 25 Stimmen. Der von der Piratenpartei nominierte Engelbert Sonneborn bekam 10 Stimmen. 103 Wähler enthielten sich der Stimme.

Informationen zur Bundesversammlung

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Bundesversammlungen seit 1949

Der Bundespräsident im Grundgesetz

Bundespräsidenten seit 1949

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestags zur Funktion des Bundespräsidenten

Die Wahl des Bundespräsidenten: ein Rückblick in Zahlen

Demokratie verteidigen: Präsident in schweren Zeiten

Presseecho zur Bundespräsidentenwahl

Was kommt jetzt, Herr Steinmeier?

Zeit zum Durchschnaufen für Steinmeier: Der deutsche »President elect« Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist ganz froh über die sieben Woche Pause zwischen seinen beiden Ämtern. »Diese Phase zwischen zwei Verantwortungen ist eigentlich eine ganze gute Möglichkeit, um runterzukommen«, sagte der frisch gewählte Bundespräsident in der ARD. Denn: Es sei für ihn nicht ganz einfach gewesen, sich von seinem Amt als Außenminister zu verabschieden.

Der 61-jährige SPD-Politiker war am 27. Januar als Außenminister zurückgetreten, um als Bundespräsident kandidieren zu können. Die Amtszeit von Joachim Gauck endet am 18. März um Mitternacht. Für ihn sei die neue Aufgabe auch »ein bisschen Rückkehr« in die Innenpolitik, sagte der langjährige Chefdiplomat. Er werde deshalb die Zeit nutzen, sich wieder mehr mit Deutschland zu beschäftigen.