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Rund 200 000 Euro Gesamtkosten: Bergretter brauchen bis zum 17. Juni 20 000 Euro

Große Spendenaktion: Bergwacht Berchtesgaden erweitert Rettungswache

Berchtesgaden – Die Rettungswache der Bergwacht Berchtesgaden in der Vorderbrandstraße platzt mittlerweile aus allen Nähten und muss erweitert werden. Rund 200 000 Euro kostet der Neubau, ein Teil davon muss über Spenden finanziert werden.

Rund 300 Einsätze pro Jahr haben die Ehrenamtlichen der Bergwacht Berchtesgaden zu leisten. Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine Erweiterung der Bergrettungswache erforderlich. Foto: BRK BGL

Bis zum 17. Juni müssten die Ehrenamtlichen unter dem Motto »Viele schaffen mehr!« 20 000 Euro über das Portal der Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost (Link) zusammenbringen. Dabei geht es nach dem Alles-Oder-Nichts-Prinzip: Nur wenn der Gesamtbetrag zusammenkommt, geht er an die Bergwacht, wobei die Bank noch 25 Prozent oben drauf legt, sodass 25 000 Euro zusammenkommen.

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Mit jährlich rund 300 Einsätzen müssten die freiwilligen Bergretter für sämtliche Lagen personell und ausrüstungstechnisch gerüstet und vorbereitet sein – das Spektrum ist vielfältig und komplex und reicht vom Wanderer mit Kreislaufbeschwerden über in Bäumen notgelandete Gleitschirmpiloten bis hin zu aufwendigen Vermisstensuchen und Rettungen von in Bergnot geratenen und abgestürzten Alpinisten.

Foto: BRK BGL

Um den notwendigen Ausbau der Bergrettungswache finanzieren zu können, sind die Ehrenamtlichen auf Unterstützung angewiesen. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau liegen bei fast 200 000 Euro. Mit dem Finanzierungsziel von 25 000 Euro können sie einen großen Teil des noch fehlenden Betrags decken. Geplant ist ein neuer Garagenkomplex, in dem ein Teil der Fahrzeuge und Einsatzausrüstung untergebracht werden kann.

Die Bergwacht Berchtesgaden zählt 40 aktive Bergretter, die an 365 Tagen ehrenamtlich eine jährlich steigende Anzahl von Einsätzen bewältigen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich vom Kehlstein über den Hohen Göll zum Jenner. Weiter geht es über den Königssee bis hin zum Steinernen Meer und zur Watzmann-Ostwand. Aufgrund des hochalpinen Geländes müssen oftmals aufwändige und anspruchsvolle Rettungen unter widrigen Bedingungen durchgeführt werden.

Foto: BRK BGL

Doppelt so viele Einsätze wie noch vor 20 Jahren

Das Bergwachthaus der Bergwacht Berchtesgaden wurde vor 20 Jahren zum letzten Mal erweitert. Damals lag die Einsatzzahl bei rund 140 pro Jahr. Heutzutage müssen jedoch ungefähr 300 Einsätze gestemmt werden. Damit diese immer größere Herausforderung durch ehrenamtliche Bergretter bewältigt werden kann, ist eine gut ausgestattete Bergrettungswache im Tal erforderlich. Darin werden sämtliche Fahrzeuge sowie Ausrüstung untergebracht und Schulungen durchgeführt. Zusätzlich befinden sich im vorhandenen Gebäude die Einsatzzentrale, Verwaltung, Ausbildungs- und Besprechungsräume.

Foto: BRK BGL

»Da es sich bei der Bergrettungswache um den Dreh- und Angelpunkt der Bergwachteinsätze handelt, sind wir auf optimale Voraussetzungen in unserer Basis angewiesen. Unsere Bergrettungswache bietet mittlerweile nicht mehr ausreichend Platz, weswegen wir dringend einen Anbau benötigen«, erklärt Ausbildungsleiter und Projektkoordinator Stephan Bauhofer.

»Bei vielen Einsätzen werden wir als Bergretter stark gefordert. Damit die Bergrettungseinsätze mit größtmöglicher Sicherheit, Sorgfalt und Qualität durchgeführt werden, muss die Rettungswache gut ausgestattet sein, da von dort aus die Bergrettungseinsätze gestartet und geleitet werden. Somit ist ein Anbau unumgänglich und dringend erforderlich«, erklärt Bereitschaftsleiter Thomas Stöger. ml, BRK BGL

Foto: BRK BGL