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Großhandelskaufmann reist mit Drogen zur Party – Schienenfahnder haben viel zu tun

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Foto: dpa/Symbolbild

Freilassing – Einige Haftbefehle vollstreckten die Schienenfahnder in den vergangenen Tagen bei Zugkontrollen. Außerdem erwischten sie mehrere Drogenschmuggler.


Bereits am Donnerstagnachmittag wurde in einem Meridian eine Gruppe von Slowaken nach ihrer Einreise in das Bundesgebiet kontrolliert. Dabei wurden bei zwei Personen mehrere Fahndungsersuchen festgestellt.

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Ein 40-jähriger Slowake wurde wegen Diebstahls gesucht. Er hatte dabei noch Glück, da er nachdem seine Wohnanschrift festgestellt worden ist, weiterreisen durfte.

Weniger Glück hatte sein 26-jähriger Begleiter. Gegen diesen bestand ein Haftbefehl zur Strafvollstreckung wegen Körperverletzung den die Staatsanwaltschaft Lörrach erlassen hatte, nachdem er seinen Ratenzahlungen nicht mehr nachgekommen ist. Da er mittellos war und auch seine mitreisende Familie das Geld nicht beibringen konnte, muss er nun die nächsten 77 Tage in einer JVA verbringen.

Am Freitagmorgen wurde ein deutscher Staatsangehöriger in einem Railjet von München nach Wien genauer überprüft, da er augenscheinlich der Rauschgiftszene zuzurechnen war. Der Spürsinn der Fahnder erwies sich als richtig. Im mitgeführten Rucksack konnte in einem sauberen Marmeladenglas ein ganzes Sortiment an Drogen gefunden werden.

Neben 20 Gramm Marihuana befanden sich noch eine geringe Menge an Haschischöl und Kokain, sowie mehrere Ecstasy-Tabletten darin. Der 26-jährige Großhandelskaufmann wollte Freunde in Wien besuchen, um mit ihnen zu feiern. Nachdem die Strafanzeige aufgenommen und die Drogen sichergestellt waren, konnte der Beschuldigte zwar weiterreisen – die Feierlaune war ihm allerdings vergangen.

In der Nacht zum Samstag konnten die Fahnder im EuroNight von München nach Budapest nochmals einen Haftbefehl vollziehen. Ein 30-jähriger ungarischer Koch wurde von der Staatsanwaltschaft Offenburg seit 2015 wegen Erschleichen von Leistungen gesucht, da er seitdem untergetaucht war. Auch in diesem Fall wurde der Ungar in eine JVA eingeliefert, da er die geforderte Geldstrafe nicht bezahlen konnte.