Gründungsjubiläum gebührend begangen
Bildtext einblenden
Feuerwehren aus dem Achental marschierten mit.
Gründungsjubiläum gebührend begangen
Bildtext einblenden
Salutschüsse ertönten zu früher Stunde, die Kanone wurde mitgezogen.

Gründungsjubiläum gebührend begangen

Marquartstein – Ursprünglich war ein Viertagesfest geplant, um das besondere 150-jährige Bestehen der Marquartsteiner Feuerwehr zu feiern. Durch Corona schrumpfte das Fest auf einen Festsonntag zusammen. Am Ende waren sich alle einig, dass dieser Festsonntag besonders schön war.


Mit dem Empfang der Achentalfeuerwehren von Reit im Winkl, Unter- und Oberwössen, Schleching bis Grassau, Rottau und Staudach-Egerndach, dem Patenverein Siegsdorf und den Ortsvereinen begann das schöne Fest am gestrigen Sonntag unter strahlend blauem Himmel. Schon beim Kirchenzug zeigte sich, wie viele der Einladung des Festvereins gefolgten waren: Die Feuerwehren waren in stattlicher Anzahl gekommen. Die große Beteiligung spiegelte die Kameradschaft und die gegenseitige Unterstützung der Wehren im Achental wider. Im Kurpark zelebrierten Pfarrer Andreas Horn und Pfarrer Rainer Maier einen ökumenischen Festgottesdienst, musikalisch begleitet von der Marquartsteiner Blasmusik.

Die Blasmusik wiederum führte dann, hinter dem Festverein, den langen Festzug mit über 400 Teilnehmern an. Viele Kameraden der Nachbarfeuerwehren beteiligten sich am Festzug, aber auch die Ortsvereine, wie der Trachtenverein, der Gartenbauverein und die Schützengesellschaft, die evangelische Kirchengemeinde, die Bergwacht in großer Anzahl und der Gemeinderat sowie eine Delegation der Kreisbrandinspektion zogen vom Kurpark zum Feuerwehrhaus. Besonders imposant war die historische Kutsche, eine 1908 erbaute Handspritze, die von Pferden gezogen wurde. Die historisch gewandeten Feuerwehrherren wurden von den Schaulustigen bejubelt. Einen Eindruck ihres Festzugs erhielten die Marquartsteiner Kameraden dann am Ende des Zuges, denn als Festverein standen sie am Feuerwehrhaus Spalier und hießen unter Beifall ihre Gäste willkommen.

Die perfekte Organisation und Vorbereitung zeigten sich auch beim Feuerwehrhaus. Hier wurden die Gäste versorgt, die Blasmusik spielte zur Unterhaltung. Festleiter Konrad Hochhäuser hieß die Gäste willkommen und freute sich, dass dieses Fest nach dreijähriger Planungsphase stattfinden konnte. Er dankte allen Mitwirkenden und verwies zudem auf den schönen Blumenschmuck, arrangiert vom Gartenbauverein.

Dem Dank schloss sich Vorsitzender Simon Aigner an, der informierte, dass das Fest ursprünglich mit Festzelt und Festwoche geplant war. Erst im Februar entschied man sich, die Feier auf einen Tag zu begrenzen.

Das Fest bot zugleich den würdigen Rahmen, um vier verdiente Kameraden zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Thomas Drickl war 1998 bis 2004 erster, also sechs Jahre, und von 1992 bis 1998 und von 2004 bis 2010, zwölf Jahre, zweiter Kommandant gewesen. Ebenfalls geehrt wurde Thomas Mayr, der von 2002 bis 2016 insgesamt 14 Jahre als Vorsitzender die Geschicke des Vereins lenkte. Der Dritte im Bunde, Thomas Mayer, war bis zu heuer 18 Jahren erster Kommandant und davor sechs Jahre Stellvertreter. Schließlich ehrte Simon Aigner noch Franz Kink, der von 2010 bis 2022 zwölf Jahre zweiter Kommandant, davor acht Jahre Beisitzer und vier Jahre stellvertretender Jugendwart war. Mit einem Blumenstrauß wurde auch Irmgard Waraschitz ausgezeichnet, die Fahnenbraut bei der Fahnenweihe 1952 war.

Auch für Bürgermeister Andreas Scheck war dies ein besonderer Festtag mit, wie er sagte, schönem Gottesdienst, würdevollem Festzug und einer Feier, die dem Anlass 150 Jahre Feuerwehr Marquartstein absolut würdig war. »Mir geht das Herz auf, wenn nach drei Jahren so ein Fest, bei dem das ganze Dorf mithilft, gefeiert wird«, betonte er. Respekt erwies er dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrkameraden.

Johann Troibner, Kommandant der Feuerwehr, war stolz, dass er dieses Fest mitfeiern und als Kommandant Mannschaft wie Jugend präsentieren dürfe. 150 Jahre Tag und Nacht einsatzbereit sein sei eine großartige Leistung, betonte Troibner. Er informierte, dass sich die Arbeit vom Feuerschutz hin zu zahlreichen Hilfsleistungen gewandelt habe. »Wir sind bestens gerüstet«, unterstrich er. Der größte Dank, so Troibner, gebühre der aktiven Mannschaft, denn nur mit einer schlagkräftigen Truppe gelinge die Aufgabenbewältigung. Glückwünsche von der Kreisbandinspektion überbrachte Kreisbrandrat Christof Grundner. »Seid dankbar für die Vergangenheit und was geleistet wurde und geht mit Stolz und Zuversicht in die Zukunft«, riet er dem Jubelverein. Letztlich gratulierte auch der Patenverein Siegsdorf und brachte Flüssiges für weitere gesellige, gemeinsame Abende mit. tb