Grünes Licht für Forsthaus gegenüber dem »Achenstüberl«

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An der Ecke Schornstraße/Königsseer Fußweg wollen die Bayerischen Staatsforsten ein Forsthaus errichten. (Foto: Lisa Schuhegger)

Schönau am Königssee – Die Bayerischen Staatsforsten Berchtesgaden wollen auf ihrem Grundstück gegenüber dem Gasthaus »Achenstüberl« ein Forsthaus mit einem Nebengebäude bauen. Dazu muss die Gemeinde ein Verfahren zum Erlass einer Ortsabrundungssatzung einleiten, sodass die Fläche, die nun im Außenbereich liegt, dem Innenbereich zugeordnet werden kann. Den Antrag dazu stellten die Bayerischen Staatsforsten. Der Gemeinderat erteilte dem Antrag in der jüngsten Sitzung das Einvernehmen.


Damit der Forstbetrieb überhaupt bauen kann, muss die Gemeinde das entsprechende Verfahren mit Trägerbeteiligung in Gang setzen. Das ist nötig, um eine Ortsabrundungssatzung erlassen zu können. Nur mit dieser Satzung kann die Gemeinde dem Forstamt den geplanten Bau auf dem Grundstück ermöglichen. Bürgermeister Hannes Rasp informierte den Gemeinderat, dass die Bayerischen Staatsforsten in das angedachte Forsthaus zwei Dienstwohnungen und zwei Büros einbauen wollen. Das Nebengebäude werde als Garage oder Lagerraum genutzt.

Auf Nachfrage erklärte der Leiter des Forstbetriebes der Bayerischen Staatsforsten in Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, der Forstbetrieb brauche dringend eine Unterkunft für zwei Mitarbeiter. In das geplante Forsthaus, für das auch der in der Gemeinde heftig umstrittene Standort Bischofswiesen zur Debatte steht (wir berichteten), sollen nach Dr. Daniel Müller der Revierleiter des Reviers Berchtesgaden West und ein Berufsjäger einziehen. Der Leiter des Berchtesgadener Forstamtes betonte gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«: »Wir brauchen den Wohnraum dringend.« Nach Dr. Daniel Müller prüfe das Landratsamt Berchtesgadener Land derzeit, ob auf dem Grundstück in Schönau am Königssee Baurecht bestehe, weil eben nicht klar sei, ob in Bischofswiesen gebaut werden könne.

Zumindest seitens der Gemeinde sei ein Forsthaus in Schönau am Königssee denkbar. »Es ist eine schöne Sache, wenn das Forstamt einen Sitz in der Gemeinde hat«, sagte Hannes Rasp und machte damit deutlich, dass nach seinem Dafürhalten nach den ihm vorliegenden Informationen nichts gegen das Bauvorhaben spreche.

Andreas Zechmeister (FWG) gab zu bedenken, dass das geplante Forsthaus nahe der Ache dann womöglich hochwassergefährdet sei. Hannes Rasp beruhigte ihn. »Das wird das Wasserwirtschaftsamt genau prüfen.«

Bevor die Kommune die Ortsabrundungssatzung erlassen kann, werden alle Träger öffentlicher Belange beteiligt – auch das Wasserwirtschaftsamt. Dr. Caren Lagler (CSU) erkundigte sich nach der Erschließung des geplanten Forsthauses. Diese könne über den Königsseer Fußweg erfolgen, der öffentlich gewidmet ist, erklärte Hannes Rasp. Anfallende Kosten – wie etwa die Erschließungskosten – hätten die Bayerischen Staatsforsten zu tragen, fügte er erklärend hinzu. Auch um eine Ausgleichsfläche müsse sich der Antragssteller kümmern. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dem Antrag der Bayerischen Staatsforsten seitens der Gemeinde das Einvernehmen zu erteilen.

li