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Grünes Licht für Pumptrack-Fahrradanlage

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Diesen Vorentwurf für die Pumptrack-Anlage präsentierte der Vorsitzende des Radsportvereins Übersee, Wolfgang Langhammer, im Überseer Gemeinderat.

Übersee – Der Radsportverein (RSV) Übersee will für seine Mitglieder sowie für Bürger und Feriengäste eine neue Attraktion schaffen. Auf dem ehemaligen Dirtpark-Gelände am Sportplatz soll eine Pumptrack-Anlage, ein Fahrrad-Rundkurs mit Hügeln und Kurven, entstehen. Entsprechende Pläne sind in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt und befürwortet worden.


Im Jahr 2013 hatte der RSV durch sehr engagierte Mitglieder in Eigenregie auf dem Gemeindegelände am Sportplatz einen Dirtpark errichtet, der auch erfolgreich lief. Im vergangenen Jahr wurde der Betrieb eingestellt, weil einige der treibenden Kräfte hinter dem Projekt aus Übersee wegzogen. »Von dieser ehemaligen Gruppe sind einige in Übersee geblieben und nun an mich herangetreten, um die Möglichkeiten für eine Pumptrack-Anlage auszuloten«, erklärte RSV-Vorsitzender Wolfgang Langhammer dem Gemeinderat die Ausgangssituation.

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Der ehemalige Dirtpark war im vergangenen Spätsommer abgebrochen worden. Im Winter wollte man das Gelände dann als Anlage für die Eisstockschützen und damit auch für touristische Zwecke nutzen. Das funktionierte dann aber wegen des schlechten Bodenuntergrunds nicht.

Nach Langhammers Worten sei das zur Verfügung stehende Areal passend für eine Pumptrack-Anlage. Wie der frühere Dirtpark biete es zwar auch einen Parcours mit Hügeln und Kurven, sei aber »wesentlich abgespeckter und flacher« und könne vor allem mit allen Arten von Fahrrädern benutzt werden. Nach seinen Recherchen in anderen Gemeinden seien derartige Anlagen »ein Renner für Jugendliche«.

Aufgrund von Vorentwürfen präsentierte der Vorsitzende dem Gremium drei eingeholte Netto-Kostenschätzungen. Die Variante eins mit hoher Eigenbeteiligung des Vereins würde rund 12 000 Euro kosten. Variante zwei sieht eine Komplettfertigstellung einer Firma für 17 200 Euro vor. Die dritte Variante ist ebenfalls eine Komplettlösung ohne Eigenleistung des Vereins mit einem teilweise hochwertigen Belag für etwa 31 300 Euro, die sowohl der RSV als auch die Gemeinde favorisierte.

Zuschüsse aus dem Leader-Förderprogramm

Wie Langhammer mitteilte, seien nach Gesprächen mit Christian Fechtner, dem Manager der Leader-Aktionsgruppe, Zuschüsse aus dem Leader-Förderprogramm von 50 Prozent der Netto-Kosten in Aussicht gestellt worden. Außerdem habe der Tourismusverein eine Kostenbeteiligung von 25 Prozent zugesagt. Für die Gemeinde als Auftraggeber verblieben als Restbetrag nur noch 25 Prozent der Kosten.

Grundsätzlich stieß das Projekt auf eine breite Zustimmung im Gremium. Es sei grandios, dass sich junge Leute gefunden haben, die hinsichtlich Eigenleistung und Pflege der Anlage bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, meinte Maria Steinert (SPD). Auch biete ein solcher Parcours sehr gute Varianten für Feriengäste und das örtliche Ferienprogramm.

Etwas skeptisch äußerten sich Uschi Geiger (CSU) und Stefan Haneberg (ADfÜ) hinsichtlich der Wartungs- und Versicherungskosten. Trotz der »grundsätzlich vernünftigen Lösung einer solchen Anlage« tat sich Herbert Strauch (FBL) wegen steigender Bezugsfälle in den Vereinen schwer, pauschale Zusagen zu geben. Besser wäre es seiner Ansicht nach, über spätere Restfinanzierungen zu reden.

Als Leader-Beauftragter der Gemeinde gab der zweite Bürgermeister Ludwig Ertl zu bedenken, dass das Zuschussverfahren zwei Jahre dauern könnte und ein Baubeginn vor einer Förderzusage nicht zulässig sei.

Schließlich gab der Gemeinderat für das Projekt einstimmig grünes Licht, unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde als Bauherr auftritt und sich der Verein mit Eigenleistungen beteiligt. Die vorrangige Förderung soll nun über das Leader-Programm angestrebt werden. Je nach Höhe dieser Zuschüsse soll die endgültige Finanzierung festgelegt werden. bvd