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Grundschüler immer wieder zu spät zum Unterricht – Behelfsampel in Neu-Geißing?

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Traunstein: Grundschüler immer wieder zu spät zum Unterricht – Behelfsampel in Neu-Geißing?
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Der Planungsausschuss war dafür, die Anlage einer Behelfsampel an der Einmündung der Innstraße (im Hintergrund) in die Wolkersdorfer Straße zu prüfen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadtverwaltung zieht in Erwägung, für die Grundschüler in Neu-Geißing einen sicheren Weg zur Haltestelle des Stadtbusses an der Saalachstraße zu schaffen. Auf Vorschlag von Karl Schulz (CSU) hat sich der Planungsausschuss des Stadtrats dafür ausgesprochen, die Anlage einer Behelfsampel an der Einmündung der Inn- in die Wolkersdorfer Straße zu prüfen.


Die Mädchen und Buben, die in Neu-Geißing wohnen, kommen sehr knapp oder auch zu spät zum Unterricht in die Ludwig-Thoma-Grundschule. Wenn sie am Morgen in den Schulbus einsteigen, der in Neu-Geißing hält, dann beginnt für sie erst einmal eine Rundfahrt durch mehrere Stadtteile. Der Schulbus kommt schließlich erst kurz vor acht Uhr – oder auch später – an der Grundschule an.

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Schulleitung und Elternbeirat wandten sich, wie Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) nun im Planungsausschuss berichtete, an die Stadt. Ihr Wunsch: eine bessere Busverbindung, damit die Kinder rechtzeitig zur Schule kommen.

Als Alternative zum Schulbus kommt der Stadtbus des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) in Betracht: Er fährt in der Früh keine so große Runde. Wer einsteigt, kommt rechtzeitig zur Schule. Das Problem: Die Haltestelle des Stadtbusses ist nicht in Neu-Geißing, sondern an der Saalachstraße. Und dorthin müssen die Kinder erst einmal kommen – da müssen sie allerdings die Innstraße überqueren.

Oberbürgermeister Kegel schlug vor, den Schülern anzubieten, dass sie den Weg nehmen, der von Neu-Geißing am Biomasseheizwerk vorbei hinauf zur Innstraße führt. Dort könnten sie die Innstraße, die hier nicht so stark befahren sei, überqueren und zur Bushaltestelle an der Saalachstraße gehen. Den Weg von Neu-Geißung zur Innstraße zu asphaltieren und mit fünf Leuchten zu versehen würde schätzungsweise 55.000 Euro kosten. Kegel regte an, allein eine Beleuchtung – die für sich betrachtet auf 20.000 Euro kommen würde – einzurichten.

Burgi Mörtl-Körner (Bündnis/Die Grünen) meinte, »primäres Ziel« müsse sein, den RVO, der den Stadtbus betreibt, zu bewegen, dass er direkt nach Neu-Geißing hineinfährt. Kegel entgegnete ihr, dass der RVO diese Möglichkeit prüfe. Doch bis eine Entscheidung falle, werden laut dem Oberbürgermeister Monate vergehen. Schulleitung und Elternbeirat seien jedoch an einer schnellen Verbesserung des Schulwegs interessiert.

Schulz stellte zur Diskussion, einen sicheren Weg von Neu-Geißing an der Wolkersdorfer Straße entlang über die Innstraße zur Haltstelle des Stadtbusses an der Saalachstraße anzulegen. Um die Querung der Innstraße gefahrlos zu ermöglichen, regte er an, die Errichtung einer Behelfsampel in Erwägung zu ziehen.

Für die Ausstattung des Wegs von Neu-Geißing am Hackschnitzelheizwerk vorbei mit fünf Leuchten stimmten drei Ausschussmitglieder, dagegen sechs. Anschließend hat das Gremium dann einstimmig beschlossen, die Errichtung einer Behelfsampel über die Innstraße an der Einmündung in die Wolkersdorfer Straße zu prüfen.