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Der EVB befand sich beim Gastspiel in Inzell zwar oft im eigenen Verteidigungsdrittel, dennoch verkauften sich die Berchtesgadener gegen den Favoriten sehr gut. (Foto: Wechslinger)

Nach drei recht guten Spielen war der EV Berchtesgaden im Gastspiel bei Nachbar DEC Inzell 30 von 60 Minuten gut dabei und führte völlig überraschend mit 2:0.


Danach machte sich jedoch der Kräfteverschleiß der elf Feldspieler gegenüber 15 Inzeller Akteuren bemerkbar und der EVB kassierte in der zweiten Spielhälfte noch fünf Gegentreffer.

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Coach Andreas Stöckl hatte eine strikte Defensivtaktik ausgegeben, die seine Mannschaft sehr diszipliniert eingehalten hat. Die Inzeller machten zwar das Spiel und hatten viel Scheibenbesitz, Effektives kam dabei aber lange Zeit nicht heraus. So brachte Julius Heim, der wieder ein gutes Spiel machte, sein Team in der sechsten Minute völlig überraschend in Führung. Als Markus Wildmann in der 15. Minute auch noch das 2:0 nachlegte, verstanden die Inzeller die Eishockeywelt nicht mehr.

Sie schafften in 1:40 Minuten nicht einmal in 5:3-Überzahl einen Treffer. Die Schiedsrichter waren schnell dabei, Strafen für den EVB auszusprechen, während Aktionen der Eisherren – Christian Fegg wurde der Sichtschutz des Helms eingeschlagen, Richard Kroll der Helm vom Kopf gestoßen – oft nicht geahndet wurden. Als sich Mannschaftskapitän Vesti Brandner beschwerte, kassierte er eine Disziplinarstrafe. Waren die Berchtesgadener ohnehin in großer Unterzahl, so fehlte für zehn Minuten auch noch ihr Kapitän und vier Minuten lang Fegg, weil man erst einen Ersatzhelm auftreiben musste. Trotz aller widrigen Umstände nahm der EVB die 2:0-Führung mit in die Drittelpause.

Bildergalerie des Spiels:

Es war klar, dass der EV Berchtesgaden das Tempo bei der Abwehrschlacht mit einigen guten Konterangriffen und kräfteraubendem Forechecking nicht durchhalten konnte. Dennoch fiel der Anschlusstreffer in der 30. Minute aus einer umstrittenen Situation. Dann legte Inzell binnen 41 Sekunden aus einem 1:2 zum 3:2 nach. Doch 15 Sekunden vor dem Drittelende kam der EVB noch einmal zurück und erzielte durch Christian Fegg den Ausgleich. So musste das dritte Drittel die Entscheidung bringen. Bis sechs Minuten vor Schluss hielt der EVB das 3:3, doch dann glückte Inzell das 4:3. In den letzten Spielminuten ersetzten die Berchtesgadener ihren Torwart durch einen Feldspieler, konnten aber auch in numerischer Überlegenheit nicht mehr ausgleichen. 50 Sekunden vor der Sirene gelang Inzell sogar noch das 5:3.

Die Spieler des EVB durften das Stadion erhobenen Kopfes verlassen, hatten sie doch den Inzellern einen heroischen Kampf geliefert. Einen wesentlichen Anteil am guten Spiel des EVB hatte Coach Andi Stöckl, der das Team sehr gut auf den Gegner eingestellt hat.

Skorer (Assist): 0:1 (6.) Justus Heim/Christian Fegg/Toni Gadringer, 0:2 (15.) Markus Wildmann/Toni Gadringer/Justus Heim; 1:2 (30.), 2:2 (35.), 3:2 (36.), 3:3 (40.) Christian Fegg/Richard Kroll; 4:3 (54.), 5:3 (60.).

Strafminuten: DEC Inzell 6, EV Berchtesgaden 8+10 Disziplinarstrafe.

EV Berchtesgaden: Stefan Quintus (Fabio Fürlinger); Simon Kohl, Fabian Stöckl, Christoph Zern, Toni Gadringer, Vesti Brandner, Justus Heim, Richard Kroll, Andreas Bräuer, Christian Fegg, Stefan Fegg, Markus Wildmann.

Die weiteren Ergebnisse der Bezirksliga Gruppe 2:
EC Pfaffenhofen – EHC Waldkraiburg 4:2
EHC Bad Aibling – Münchner EK 1:3.
cw