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Guter Beginn – schlechtes Ende

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Die Fans konnten sich an dem schwachen Spiel des EVB nicht erwärmen. Dabei trugen sie sogar Wintermützen in den Vereinsfarben Rot und Blau. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Dem EV Berchtesgaden steckte bei der 1:7-(1:4/0:1/02) Niederlage gegen den Tabellenzweiten ESV Waldkirchen offensichtlich noch das gute Spiel vom Vortag in den Knochen, als die Mannschaft in Waldkraiburg über zwei Drittel der Begegnung in Führung gelegen war. Gegen die Niederbayern sahen die Berchtesgadener zunächst gut eingestellt aus, doch die Gäste waren letztendlich einfach die bessere Mannschaft, die auch verdient gewonnen hat. Damit wartet man beim EV Berchtesgaden immer noch auf den ersten Heimsieg, der jedoch am nächsten Sonntag gegen den ESV Gebensbach gelingen sollte.


Berchtesgaden begann gegen die Niederbayern mit druckvollen Aktionen, aber wie schon die gesamte Saison über mit großen Schwächen im Abschluss. Ein Angriff nach dem anderen rollte gegen das Gästetor, das von Kondelik bestens gehütet war. Nach dem Anfangspulver, das die Berchtesgadener früh verschossen hatten, kamen die Gäste immer besser ins Spiel und gingen in der siebten Minute völlig überraschend in Führung. Warum sich EVB-Schlussmann Tobias Schäfer bei diesem Schuss chancenlos wie ein Fußballtorhüter gehechtet hat, blieb alleine sein Geheimnis. Von den Eishockeyexperten im sehr schwach besetzten Stadion verstand dies niemand.

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Der EVB wurde durch den Führungstreffer der Gäste nicht geschockt und stürmte weiterhin vehement, aber ebenso glücklos an. Ganz anders die Gäste, die mit einem Doppelschlag auf 3:0 davonzogen. Berchtesgadens sportlicher Leiter Rupert Kellerbauer und ein paar der nur 60 Zuschauer witterten bessere Zeiten und Mannschaftskapitän Andreas Bräuer brachte sein Team mit dem 1:3 nach Zuspiel von Richard Kroll und Sylvester Brandner für kurze Zeit zurück ins Spiel. Als die Gäste Sekunden vor der ersten Drittelpause gar auf 4:1 stellten, war die Begegnung vorzeitig entschieden. Die Berchtesgadener erwiesen sich nämlich den Gästen nur in numerischer Hinsicht überlegen.

Nach einem 1:5-Rückstand vor dem Schlussabschnitt waren die Chancen auf einen guten Ausgang natürlich längst weg. Und so erhöhte der Gast aus der Nähe von Passau im Schlussdrittel noch auf 7:1. Dabei fehlte beim ESV Waldkirchen eine ganze Reihe Spieler. Mit nur zehn Feldspielern standen die Gäste einer zahlenmäßigen Übermacht von 17 Berchtesgadener Akteuren gegenüber.

Beim EVB stellt sich Ratlosigkeit ein. Die Mannschaft holte aus neun Spielen bisher lediglich vier Punkte. So fiel der EV Berchtesgaden nun auch an die vorletzte Stelle zurück. Die Zuschauer quittierten diese Leistungen bereits, nicht einmal mehr als 50 Zahlende kamen zuletzt an die Schießstätte.

Strafen: EV Berchtesgaden 2, ESV Waldkirchen 10 Minuten.

EV Berchtesgaden: T. Schäfer; Zauner, S. Fegg, Giritzer, V. Kohl, S. Kohl, F. Schäfer, Juras, B. Bindig, Heim, R. Bindig, Gadringer, Brandner, Kroll, Bräuer, C. Fegg, Wildmann, Berreiter. Christian Wechslinger