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Haaland bewahrt BVB vor erneuten Pleite gegen Köln

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1. FC Köln - Borussia Dortmund
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Erling Haaland (M) rettete Borussia Dortmund einen Punkt beim 1. FC Köln. Foto: Wolfgang Rattay/Reuters-Pool/dpa Foto: dpa

Wie beim überraschenden 2:1 in der Hinrunde galt das Rückspiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund als Endspiel für FC-Trainer Markus Gisdol.


Köln (dpa) - Den Abpfiff nahm Markus Gisdol fast regungslos hin, hin und hergerissen zwischen der kompletten Bandbreite an Emotionen.

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Zwar hat der Trainer des 1. FC Köln wohl zum zweiten Mal in dieser Saison durch eine Überraschung gegen Borussia Dortmund seinen Job gesichert. Doch das bittere Ausgleichstor in der Schlussminute machte den 51-Jährigen nach dem 2:2 (1:1) »schon auch ein bisschen traurig«.

Abwehrchef Rafael Czichos wertete den beherzten Auftritt des Abstiegs-Kandidaten jedenfalls als klares Statement für den Trainer. »Wenn man so eine Saison spielt, ist es nicht ganz unnormal, dass es Diskussionen gibt«, sagte der 30-Jährige: »Aber ich denke, wir haben die Antwort auf dem Platz gegeben. Das war keine blutleere Mannschaft.«

Gisdol musste auf die Frage, ob es denn jetzt wirklich ein Endspiel für ihn gewesen sei, lachen. »Keine Ahnung«, sagte er: »Das kann ich nicht beantworten.« In jedem Fall sei niemand auf ihn zugekommen und habe ihm signalisiert, dass er im Falle einer Niederlage um seinen Job bangen müsse. Dennoch freue ihn die stabile Leistung. »Auch wenn wir leider nicht die drei Punkte haben«, sagte er: »Der eine tut schon gut.« Man müsse aber auch hinterfragen, ob in den besonders brisanten Momenten »etwas mehr herausgekitzelt wird. Die Aufgabe, auch von mir ist, das in allen Momenten herauszukitzeln.«

Schon in der Hinrunde hatte Gisdol durch ein 2:1 in Dortmund nach zuvor 18 Spielen ohne Sieg seinen Job gerettet. Unter der Woche hatte ihm Sportchef und Nachbar Horst Heldt nur eine Job-Garantie für dieses eine Spiel gegeben. Zwar sind die Kölner weiter seit sechs Spielen sieglos, der Achtungserfolg dürfte Gisdol aber zur Sicherung seines Jobs reichen. »Wir machen uns frei von solchen Nebengeräuschen«, beteuerte Gisdol: »Wir arbeiten eng, hart und vertrauensvoll zusammen.«

Die Gefühle bei den Dortmundern waren am Samstag trotz des späten Punktgewinns eindeutig negativ. »Das war auf jeden Fall ein kleiner Rückschlag, und wir gehen mit einer Portion Enttäuschung in die Länderspiel-Pause«, sagte Terzic. Eigentlich war der Plan, spätestens im direkten Duell mit Eintracht Frankfurt die Hessen von Platz vier zu verdrängen, das kann angesichts von vier Punkten Rückstand nun nicht mehr gelingen. »Diese Tabelle müssen wir uns nun zwei Wochen lang angucken«, haderte Terzic.

Aber der BVB hat ja Erling Haaland. Die norwegische Tormaschine hatte in der dritten Minute die Führung erzielt und rettete nach den Gegentoren von Ondrej Duda (35., Handelfmeter) und Ismail Jakobs (65.) auch den Punkt. »Und trotzdem hat man seine Enttäuschung gesehen, weil er den Platz unbedingt mit drei Punkten verlassen wollte«, sagte Terzic: »Seine Qualität ist niemandem verborgen geblieben. Aber es ist auch dieser Siegeswille, der ihn auszeichnet.«

Von dieser Sorte Spieler bräuchte der BVB einige mehr. Und gegen Frankfurt wird wohl auch Kapitän Marco Reus mitwirken können, der am Samstag wegen Achillessehnenproblemen fehlte. »Es ist definitiv nichts Großes«, sagte Terzic: »Aber mit seiner Vorgeschichte wollten wir kein großes Risiko eingehen.«

© dpa-infocom, dpa:210320-99-903267/3

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