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Haas und Berrer in Stuttgart im Achtelfinale

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Lokalmatador
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Michael Berrer hat in der ersten Runde den Spanier Daniel Gimeno-Traver besiegt. Foto: Marijan Murat Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Publikumsmagnet Tommy Haas dank Freilos und Außenseiter Michael Berrer nach großem Kampf stehen beim Stuttgarter ATP-Tennisturnier als erste deutsche Spieler im Achtelfinale.


Während der topgesetzte Haas als Favorit bei der mit 467 800 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung gilt, sorgte Lokalmatador Berrer mit seinem Dreisatzsieg gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver auf dem Center Court für eine Überraschung. Tobias Kamke unterlag in der ersten Runde zwar Roberto Bautista Agut, wehrte sich aber heftig.

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Berrer bewies bei hochsommerlichen Temperaturen und teilweise böigem Wind, dass er beim MercedesCup die Wildcard zurecht erhalten hat. Der Weltranglisten-153. aus Stuttgart benötigte 1:44 Stunden, um den im ATP-Ranking fast 100 Positionen höher platzierten Gimeno-Traver 6:4, 3:6 und 6:1 zu bezwingen. «Rechnen sollte man immer damit», bekannte Berrer selbstbewusst, dass er auf diese Überraschung gehofft habe.

Dabei brachte sich der Schwabe durch teilweise leichte Fehler mehrfach unnötig in Bedrängnis. Aber auch der spanische Sandplatzspezialist leistete sich viele Schwächen. «Im ersten Satz hat er es mir zu Anfang leicht gemacht», sagte Berrer. Schnell führte er nach zwei Breaks 4:1. Dann schwächelte der 33 Jahre alte Linkshänder und Gimeno-Traver kam wieder etwas auf. Aber Berrer gewann den ersten Durchgang mit 6:4. Mit seiner Serviceabgabe zum 1:3 leitete der Stuttgarter den Verlust des zweiten Satzes ein.

Im entscheidenden dritten Durchgang überzeugte Berrer indes vor allem kämpferisch. «Mein Vorteil war, dass ich gegen Ende viel stärker gespielt habe», sagte der 33-Jährige nach dem geglückten Auftakt zufrieden.

Kamke leistete erbitterten Widerstand. Den ersten Durchgang verlor er dennoch mit 3:6. Im zweiten Durchgang wehrte der Weltranglisten-78. aus Lübeck beim Stand von 3:5 zunächst zwei Matchbälle ab und rettete sich in den Tiebreak. Bis 4:4 hielt der 27-Jährige diesen offen, ehe sich Bautista Agut durchsetzte.

Haas strebt auf dem Weissenhof seinen ersten Turniersieg an. «Ich bin hier an Nummer 1 gesetzt, habe ein Freilos - unglaublich», sagte der mittlerweile 35 Jahre alte Routinier bei einer Presserunde am Vormittag. Die Rückkehr in die Top Ten ist dem ehemaligen Weltranglisten-Zweiten «nicht mehr so wichtig». Aber ein paar Turniere möchte Haas, der nach seinem Achtelfinaleinzug in Wimbledon in der Weltrangliste auf Position elf vorrückte, schon noch gewinnen. Am besten gleich in dieser Woche in Stuttgart.