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Doppelten Grund zur Freude hatte der Ruhpoldinger Hans-Jörg Stolz: Der junge Triathlet holte beim renommierten Austria Triathlon in Podersdorf über die Olympische Distanz den dritten Gesamtplatz und gewann damit auch überlegen seine Altersklasse.

»Habe sehr gute Fortschritte gemacht«

Es war einer seiner ersten Triathlon-Wettkämpfe im vergangenen Jahr, damals belegte er nach nur ganz wenigen Trainingswochen auf Anhieb den 20. Platz in der Gesamtwertung: Auch aus diesem Grund kehrte Hans-Jörg Stolz nun nach Podersdorf zurück und der junge Ruhpoldinger Athlet lieferte im Burgenland über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) erneut eine grandiose Leistung ab – der Lohn: Der 21-Jährige, der Profi werden will, stand diesmal in Österreich sogar auf dem Podest! Er feierte bei diesem traditionell stark besetzten Wettkampf einen dritten Gesamtplatz und gewann zudem auch seine Altersklasse überlegen.

»Es freut mich sehr, dass ich meine Leistung abrufen habe können«, sagte Stolz im Gespräch mit unserer Sportredaktion, »Ich bin damit sehr zufrieden, es ist richtig gut gelaufen.« Der Triathlet, der sieben Jahre lang etwa auch erfolgreich Kraftsport gemacht hat, setzte damit seinen Erfolgslauf in diesem Jahr fort. Beim Ironman Hamburg finishte er in einer ganz starken Zeit von 9:17 Stunden und wurde damit in seiner Altersklasse M 18-24 sensationell Dritter. Am Podest stand er dann auch wenige Wochen später beim Chiemsee-Triathlon, auch dort wurde er über die Olympische Distanz Dritter. »Ich bin wirklich sehr zufrieden bisher«, sagt Stolz. »Ich habe in diesem Jahr sehr gute Fortschritte gemacht«, freut er sich. »Und das Wichtigste ist: Mir macht es viel Spaß«, betont er.

In Podersdorf musste Hans-Jörg Stolz dabei heuer mit neuen Bedingungen zurechtkommen. Das Schwimmen konnte diesmal aufgrund des niedrigen Wasserstands nämlich nicht im Neusiedler See stattfinden, sondern wurde im Badesee der St. Martins Therme ausgetragen. Die Folge für die Athleten: Es gab in diesem Jahr zwei Wechselzonen. »Aber das war gut gemacht«, betont Stolz.

Nach dem Schwimmen war er bereits unter den ersten zehn Athleten. Dann kam seine stärkste Disziplin: das Radfahren – und Stolz überholte auf der flachen, aber windigen Strecke gleich einige Athleten und fuhr auf den dritten Rang vor. »Ich hatte am Ende die zweitbeste Radzeit«, berichtet er stolz.

Beim abschließenden Lauf hatte er die ersten Kilometer dann mit Seitenstechen zu kämpfen. Weil er wusste, dass er die beiden Erstplatzierten Sebastian Aschenbrenner (Österreich/ 1:53:37 Stunden) und Tamas Wagner (Ungarn/ 1:53:38) nicht mehr einholen konnte, aber auch von hinten keine Gefahr mehr drohte, lief Hans-Jörg Stolz das Rennen ganz kontrolliert zu Ende. Auch in der dritten Disziplin lag er am Ende mit der viertbesten Laufzeit der 315 Athleten ganz weit vorne im Klassement. Der Ruhpoldinger kam nach 2:00:30 Stunden überglücklich als Dritter ins Ziel. Den vierten Platz holte sich der Österreicher Andreas Gesellmann in einer Zeit von 2:04:17 Stunden – also in einem gebührenden Abstand zu Stolz.

Noch deutlicher wird die starke Leistung von Hans-Jörg Stolz mit Blick auf seine Altersklasse. In der U 23 wurde der Österreicher Max Schmidbauer hinter Stolz Zweiter in 2:17:00 Stunden – und damit war er exakt 16:30 Minuten langsamer als der Ruhpoldinger!

Hans-Jörg Stolz wird jetzt übrigens noch ein paar weitere Tage in Österreich bleiben und dort mit seinen Eltern seine Schwester besuchen – und diesen Familienbesuch auch zu einem weiteren Wettkampf nutzen. Er wird an diesem Sonntag erneut sein Glück beim Vienna-Triathlon in Wien ebenfalls über die Olympische Distanz versuchen. »Ich bin gespannt, was da möglich sein wird.«

Auch für die neue Saison hat er übrigens schon ganz konkrete Pläne. Er will auch 2023 auf der Olympischen Distanz bleiben und seine Leistungen dort erst einmal weiter festigen. »Erst will ich auf der Strecke auch mal gewinnen, dann gehe ich einen Schritt weiter und wage mich an die Mitteldistanz heran.«

SB