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»Hätte nicht erfolgreicher sein können«

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Einen Schmied bei der Arbeit sieht man nicht alle Tage: So hatten die beiden beim Bauern- und Handwerkermarkt stets viele Bewunderer um sich herum. (Foto: Eder)

Waging am See – Der Bauern- und Handwerkermarkt in Waging ist ein Publikumsmagnet – das ist nichts Neues. Die 23. Auflage dieses Markts übertraf alle Erwartungen. Chef-Organisator Heinrich Thaler war von dem Andrang überwältigt. Seine sachliche Zusammenfassung: »Der Tag hätte wirklich nicht erfolgreicher sein können«. So zahlreich waren die Besucher noch in keinem der bisher 23 Jahre gewesen.


Schon am Nachmittag hatten die rund 600 belegten Semmeln des Kulturvereins Wonneberg da schon ihre Abnehmer gefunden. Das gleiche Bild an der Tourist-Info: Die Kuchenbäckerinnen hatten ihre 40 Kuchen restlos verkauft. Und in dem großen Zelt, in dem die Anbieter der Waginger Genusswochen ihre Leckerbissen feilboten, waren ebenfalls manche Stände schon recht bald ziemlich leer gegessen. Eine lange Schlange gab es bei den unermüdlichen Bäckerinnen am Stand des Bauernverbands: Die hatten aber ausreichend »Rohstoffe« dabei und buken unermüdlich Zwetschgenbavesen und Almnüsse. Eine überschlägige Abrechnung aufgrund des vorbereiteten Teigs ergab eine Summe von rund 1000 Bavesen und um die 800 Almnüsse. Dazu wurden etwa 40 Liter Kaffee ausgeschenkt.

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Die Handwerker erfreuten sich regen Publikumsinteresses. Die Bänke rund um die Tourist-Info waren immer voll besetzt, beschallt von den Musikanten der Musikkapelle Waging. Auch die Darbietungen der jungen Trachtler und die »Singstunde« mit Erich Schuster vom Oberbayerischen Musikarchiv fanden viele Fans, und auch die Schafe in ihrem Gehege konnten sich über mangelnde Streicheleinheiten nicht beklagen.

Nach 23 Jahren nimmt Heinrich Thaler Abschied

Für Heinrich Thaler war dieser Markt nicht nur wegen des enormen Publikumserfolgs etwas Besonderes – der Chef der Gemeindewerke, dem die Organisation des Marktes von Anfang an oblag, geht nämlich kommendes Frühjahr in den Ruhestand. So war es für ihn der letzte Bauern- und Handwerkermarkt, den er zu organisieren hatte, und er blickt »mit großer Zufriedenheit auf die 23 Jahre Handwerker- und Bauernmarkt zurück«. Das Konzept der regionalen Produktion, des örtlichen Handwerks und der bewussten Auswahl der Anbieter habe sich in all den Jahrzehnten voll bewährt. Und es wäre seiner Meinung noch Potenzial für verschiedenste zusätzliche Aktivitäten vorhanden.

Er sieht allerdings auch eine Entwicklung, die ihm nicht so gut gefällt. Es dürfe nicht übersehen werden, sagt er, »dass bei den Handwerkern und bäuerlichen Erzeugern, vor allem durch den Generationenwechsel, immer wieder Rückgänge zu verzeichnen sind. Dagegen werden die Anfragen von Anbietern mit Deko-Produkten immer mehr. Hier muss auch in Zukunft auf eine gute Balance geachtet werden«. Als einen Glanzpunkt neben den Musikanten und den Trachtenkindern sieht Thaler die Moritatensänger vom Bezirk Oberbayern.

Ein neues Organisationsteam habe sich schon bewährt. Patricia Hund, die stellvertretende Leiterin der Gemeindewerke, werde künftig zentrale Anlaufstelle des Markts sein. Eva Gruber, die Leiterin der Tourist-Info, kümmere sich weiterhin um die Genussmeile. Lydia Wembacher habe sich bereits diesmal bei der Stellplatzkoordination und beim Einsammeln des Standgeldes bestens bewährt. he