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Halbzeit in der Vorbereitungsphase

Traunstein. Schon in drei Wochen, am Sonntag, 14. April, soll das weltgrößte »Wimmelbild« am Traunsteiner Stadtplatz entstehen (wir berichteten). Ein Initiator des Projekts, Stefan Kohler von der Fotoagentur »Kamerakind«, zieht trotz Problemen eine positive Zwischenbilanz.

Nach diesem Raster soll das »Wimmelbild« Stück für Stück entstehen – allerdings müssen Stefan Kohler und sein Team bis zur Aufnahme der Fotos noch einiges regeln. (Foto: Hinterseer)

200 Freiwillige haben sich bisher angemeldet

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Kommenden Sonntag ist Anmeldeschluss für die Hauptrollen, dann sollen laut Stefan Kohler alle »spannenden Rollen« vergeben sein. Aktuell haben sich etwa 200 Freiwillige, die mit auf das Gigapixelbild wollen, angemeldet. »Wir haben viele, sehr tolle Statisten«, erzählt Stefan Kohler, »so hat uns erst vor ein paar Tagen die Feuerwehr zugesagt, die mit ihren historischen Fahrzeugen kommen wird.« Außerdem haben sich Feuerspucker, das Technische Hilfswerk und viele weitere Vereine und Privatpersonen angekündigt. »Wir haben wirklich große, schöne Sachen«, freut sich Kohler, »und so viele Leute haben noch tolle Ideen, die wir gut gebrauchen können.« Von der Oma mit dem Kinderwagen bis hin zu Kaffee trinkenden Mädchen ist alles vertreten.

Trotzdem werden weiterhin Statisten gesucht, die kleinere Rollen übernehmen wollen. Außerdem brauchen die Initiatoren auch noch Helfer, die ihnen tatkräftig zur Seite stehen. »Jeder, der helfen will, kann helfen. Es gibt genug zu tun«, stellt Stefan Kohler fest. Ein weiterer großer Punkt ist im Moment die Organisation und Einbindung von Sponsoren. Das Team hat bereits einige Partner, die sie unterstützen. Worüber sich Stefan Kohler besonders freut: Unter anderem steht ihnen ein Kostümverleih zur Seite. »Damit können wir total abgefahrene Sachen machen, das ist richtig cool.«

Allerdings läuft nicht alles rund. Bei einem ersten Versuch, den Stadtplatz vollständig abzulichten, tauchte ein Problem auf. »Das Kamerasystem, das für den Weltrekordversuch verwendet wird, wiegt knapp 20 Kilo«, so Stefan Kohler. Das Ganze exakt zu bewegen, ist somit nicht so einfach. »Wir dachten, es gäbe dafür eine Steuerung. Die gab es aber nicht.« Derzeit wird eine selbstentwickelte Steuerung gebaut – ein Prototyp, der erst am Tag des Weltrekordversuchs auf die Probe gestellt wird. Das ist, laut Kohler, »echt mutig«.

Die Rolle der Hauptperson des Wimmelbildes, Walter, ist ebenfalls seit Kurzem vergeben. Ursprünglich war ein Franzose dafür angedacht, doch der hat nun doch keine Zeit. »Wir haben überlegt, wer groß und schlaksig ist und gut in die Rolle passt. Und da gab es nur einen«, schmunzelt Kohler. Es ist jemand aus dem nahen Freundeskreis der Initiatoren – Genaueres verrät das Team aber noch nicht.

Für die Vorbereitung des Projekts gibt es eine inoffizielle Aufgabenliste. Die Punkte, die schon erledigt sind, werden laut Stefan Kohler immer mehr. »Aber leider werden auch die Punkte, die noch zu erledigen sind, immer mehr«, erzählt er, »ständig fällt einem etwas ein, was noch geregelt werden muss.« Im Großen und Ganzen ist er aber zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitungen. »Wir bekommen so viel Hilfe und Unterstützung, unter anderem von der Stadt. Wir haben kurze Wege und Ansprechpartner, die immer ein offenes Ohr für uns haben.«

Versuch findet bei jedem Wetter statt

Der Versuch findet bei jedem Wetter statt – nur Hagel oder Sturm können das Team in die Knie zwingen. »Mitte April wird das Wetter schon mitspielen«, hofft Stefan Kohler »und wenn nicht, haben wir eine gute Kaffeemaschine. Dann setzen wir uns hin und erzählen Witze, bis das Wetter so schön ist, dass es klappt«, lacht er.

Auch wenn noch viel Arbeit ansteht, Stefan Kohler und sein Team wollen den Weltrekord unbedingt nach Traunstein holen. Alle, die sich noch in irgendeiner Weise am Projekt beteiligen wollen, können sich auf der Internetseite der Traunsteiner Agentur Kamerakind informieren und anmelden. ch