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Handball-WM in Katar: Das ist machbar für Deutschland

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Die Auswahl des deutschen Handball-Bundes (DHB) ist bei der WM nur dank einer Wildcard dabei. Foto: Carmen Jaspersen Foto: dpa

Doha (dpa) - Das ist machbar für die deutschen Handballer: Die Nationalmannschaft bekommt es bei der Weltmeisterschaft 2015 in Katar in Gruppe D mit Bahrain, Amerikameister Argentinien, Polen, Vize-Europameister Dänemark und Rekord-Olympiasieger Russland zu tun.


Dies ergab die Auslosung in der katarischen Hauptstadt Doha. Die ersten vier Mannschaften der vier Sechsergruppen qualifizieren sich für die Achtelfinal-Begegnungen. Die Auswahl des deutschen Handball-Bundes (DHB) ist bei der WM nur dank einer Wildcard dabei, war in der Qualifikation eigentlich an Polen gescheitert. Nun kommt es bei den Titelkämpfen zur Revanche. Die WM in dem Wüstenstaat findet vom 15. Januar bis 1. Februar statt.

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«Das ist eine schwere Gruppe, die keine Fehler verzeiht, aber alle Möglichkeiten offenlässt. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit Polen und das Spiel gegen Dänemark», sagte Bob Hanning, der DHB-Vizepräsident Leistungssport.

DHB-Präsident Bernhard Bauer nahm die Mannschaft, die noch ohne Bundestrainer ist, schon einmal in die Verantwortung. «Sportlich haben wir die Qualifikation nicht geschafft. Deshalb steht unsere Mannschaft besonders in der Pflicht: Sie muss beweisen, dass sie trotzdem zu den Weltbesten gehört. Vor allem das Spiel gegen Polen hat natürlich seine besondere Geschichte.»

Bei der vergangenen Weltmeisterschaft 2013 in Spanien hatte das DHB-Team, damals noch mit dem nach der verpassten Qualifikation nicht mehr in der Verantwortung stehenden Martin Heuberger als Bundestrainer, den fünften Platz belegt. Auch die Europameisterschaft 2014 hatte Deutschland verpasst.

Überraschend hatte der Weltverband IHF am 8. Juli bekanntgegeben, dass der DHB doch noch durch die Hintertür in Doha starten darf. Weil man Ozeanien den Status eines Kontinentalverbands - und damit Australien einen WM-Startplatz - aberkannte, vergab der Weltverband eine Wildcard für die 2013 bestplatzierte Mannschaft, die sich nicht für Katar qualifiziert hatte.

Der amtierende Weltmeister Spanien bekommt es mit Katar und seinem ehemaligen Trainer Valero Rivera sowie Brasilien, Chile, Slowenien und Weißrussland zu tun. Europameister Frankreich trifft in der Neuauflage des Olympiafinales auf Schweden sowie Ägypten, die Arabischen Emirate Tschechien und Algerien.