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Hangrutsch am Eisenrichter-Berg – Sperrung und Ampel auf der B20

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Ein Hangrutsch an der B 20 am Eisenrichter-Berg machte eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn nötig. (Foto: Staatliches Bauamt)
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Bischofswiesen – Ein Hangrutsch ist die Ursache für eine halbseitige Sperrung der B20 am Eisenrichter-Berg. Das teilte das Staatliche Bauamt in Traunstein heute Vormittag mit. Auslöser war wahrscheinlich der heftige Regen am Abend zuvor. Die Dauer der Sperrung mit Ampelregelung ist noch nicht bekannt.


Ein Ortstermin mit Bauamtsmitarbeitern und einem externen Gutachter brachte ans Licht, dass eine die Hangsicherung auf einer Länge von knapp 20 Metern abgerutscht ist. Dies führte laut Staatlichem Bauamt dazu, dass die Leitplanke mit ihren vier Pfosten vollständig freigelegt wurde und ihre Rückhaltefunktion nicht mehr erfüllen kann. Die Böschungsschulter wurde teilweise unterhöhlt. Ein weiteres Abrutschen von Material unterhalb der Fahrbahn wird derzeit voraussichtlich nur durch eine überschüttete Gabionenkonstruktion unterhalb der Fahrbahn verhindert. Sie wurde durch den Hangrutsch teilweise freigelegt. Ein Nachbrechen der Randbereiche ist somit jederzeit möglich und könnte sich auch auf die angrenzenden Bereiche ausdehnen.

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Als Sofortmaßnahme wurde der talseitige Fahrstreifen gesperrt. Die Straßenmeisterei Bischofswiesen errichtete eine etwa 100 Meter lange halbseitige Sperrung mit Ampelregelung. Um das Straßenwasser vor dem Abrissgebiet abzuleiten, wurden an zwei Stellen kleine Schwellen erstellt. Die Straßenmeisterei inspiziert die betroffene Stelle zweimal täglich.

Mittelfristig will das Staatliche Bauamt eine Betongleitwand im Gefahrenbereich aufstellen. Außerdem arbeitet ein Gutachter ein einer vorübergeheden Lösung, in der auch der Bahnverkehr einbezogen wird. Denkbar ist laut Bauamt ein Anker und Spritzbetonarbeiten, die, sofern eine Baufirma verfügbar ist, möglichst kommende Woche ausgeführt werden sollen.

Zur Frage, wie es längerfristig am Eisenrichter-Berg weitergehen soll, hält sich das Staatliche Bauamt bedeckt. Fest steht nur, dass es bereits einen detaillierten Plan zur Generalüberholung der Stützkonstruktion in mehreren Schritten gibt. Doch weil diese Maßnahme so einschneidend wird, laufen laut Abteilungsleiter Martin Bambach immer noch Verhandlungen mit Behörden und den betroffenen Gemeinden. Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Auch ist unklar, ob der aktuelle Schaden separat behoben werden kann. Nach einem weiteren Ortstermin am Donnerstagnachmittag soll es Anfang kommender Woche eine Strategie geben. Christian Fischer

 

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