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Hannover 96 will gegen Werder Bremen Negativrekord abwenden

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Zweckoptimismus
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Trainer André Breitenreiter braucht dringend mit Hannover 96 ein Erfolgserlebnis. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Der Trend ist klar: Hannover kann nicht mehr punkten, Bremen nicht mehr verlieren. Doch im Abstiegskampf braucht 96 dringend ein Erfolgserlebnis. Coach Breitenreiter setzt trotz der Personalmisere auf Optimismus.


Hannover (dpa) - Missstimmung unter Fans, eine lange Verletztenliste und nun auch noch Ärger über DFB-Präsident Reinhard Grindel: Bei Hannover 96 gibt es allerlei Grund zur Sorge und Beschwerde, aber im Nord-Duell gegen Werder Bremen müssen sich die Niedersachsen vor allem auf dem Platz beweisen.

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Während die Bremer mit Trainer-Shootingstar Florian Kohfeldt zuletzt das Team der Stunde waren, droht 96 nach fünf Niederlagen sogar ein Negativrekord. Sechs Mal am Stück hat in dieser Saison noch kein Bundesligist verloren.

«Es ist nicht alles schlecht. Wir haben einen Negativtrend, aber wir müssen positiv herangehen, dann haben wir eine große Chance», sagte Trainer André Breitenreiter. Mit sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang haben die Niedersachsen zwar weiter ein stabiles Polster, doch am 29. Spieltag treffen mit Köln und Mainz sowie Freiburg und Wolfsburg gleich vier Konkurrenten aufeinander. «Wir wollen punkten. Wenn wir punkten, ist es egal, was die anderen machen», sagte Breitenreiter.

Genau das fiel 96 zuletzt schwer. Nach dem bitteren 2:3 gegen Vizemeister Leipzig muss Coach Breitenreiter nun eine schwierige Situation moderieren. Über den hohen Kranken- und Verletztenstand sagte er: «Das habe ich in meiner Trainerkarriere noch nie erlebt.»  Die Stammspieler Salif Sané und Pirmin Schwegler sind fraglich, definitiv ausfallen werden Florian Hübner, Felipe, Waldemar Anton, Jonathas und Edgar Prib. «Das darf kein Alibi sein», forderte der 44 Jahre alte Breitenreiter.

Trainer-Kollege Kohfeldt ist für ihn ein alter Bekannter: Beim SC  Paderborn arbeitete er als Praktikant unter Breitenreiter. «Größtes Lob an Florian. Gut zugehört damals», sagte der 96-Coach mit einem Augenzwinkern. Die Bilanz spricht für den Jüngeren: Als der 35-Jährige, der seinen Kontrakt diese Woche bis 2021 verlängerte, übernahm, war Bremen 17. und Hannover Vierter. Nun steht Werder unmittelbar vor der Rettung, während 96 noch immer zittern muss.

Bei Flutlicht und ausverkauftem Stadion wäre eigentlich alles bereit für einen frühlingshaften Fußball-Abend. Doch nicht nur die Pleiten schlagen auf das Gemüt, auch der schwelende Disput mit den eigenen Anhängern scheint nicht vollends ausgeräumt. Zwar lobte Manager Horst  Heldt nach einer Diskussion mit den Fans «einen Riesenschritt nach vorne», Details zu der Aussprache nannte er aber nicht. Auch, ob die Fans das Team nun bedingungslos unterstützen, blieb offen.

Und: Die Nebenkriegsschauplätze rund um 96 nahmen zuletzt zu.  Schriftlich hatten sich Heldt und Co. nach einer strittigen Szene gegen Leipzig bei DFB und DFL über die Umsetzung des Videobeweises beschwert. Zwar lobte der Manager nun das Antwortschreiben der Deutschen Fußball Liga sowie den offenen Austausch mit Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich, doch legte Heldt gegen Reinhard Grindel nach: «Die Begegnung mit dem DFB-Präsident. Das war setzen, sechs. Das war ein stückweit von oben herab», schimpfte Heldt. Grindel hatte die Kritik auf einer Podiumsdiskussion in Hannover zurückgewiesen.

Die Bremer können dem Gastspiel gelassener entgegenblicken. Nach fünf  Spielen ohne Niederlage trennen die Kohfeldt-Elf neun Punkte von den internationalen Rängen, zehn sind es auf Platz 16. «Es ist kein ganz normales Spiel. Hannover ist ein Team aus unserem Umfeld, ein kleines Nordderby», erklärte Kohfeldt. Trotz der Niederlagenserie des Rivalen warnte er: «Hannover ist eine sehr flexible, konterstarke Mannschaft, die viel Pech hatte in den letzten Wochen.»

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96-Mitteilung zu Diskussion mit Fans