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Hansis »Freude« über 40. Sieg - LewanGOALski: Nur noch fünf

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Sind gegen den VfB Stuttgart zu Hochform aufgelaufen: Die Bayern siegten in Unterzahl mit 4:0. Foto: Matthias Balk/dpa POOL/dpa Foto: dpa

Hansi Flick kann nach stressigen und konfliktreichen Wochen »mal durchschnaufen«. Seine Bayern laufen vor Leipzig zur Hochform auf.


München (dpa) - Hansi Flick herzte Bayerns Neuzeit-»Bomber« Robert Lewandowski, das große Oster-Duell mit RB Leipzig aber schob er noch weit weg.

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Nach dem mächtigen 4:0 (4:0) von Bundesliga-Primus FC Bayern gegen den in Unterzahl überrollten VfB Stuttgart bat Flick nach stressigen Wochen mit Bundestrainer-Spekulationen und dem erst eskalierten und dann eingedämmten Konflikt mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic darum, einfach »die Freude« über den 40. Sieg in seinem 50. Bundesligaspiel als Trainer auskosten zu dürfen.

»Das muss man mir mal zugestehen«, sagte Flick. Er ist heilfroh, in der Länderspielpause »mal durchschnaufen« zu können, ohne nervige Fragen zu seiner Trainer-Zukunft und dem Verhältnis zu Salihamidzic gestellt zu bekommen. »Dazu ist alles gesagt«, sagte er energisch.

Zu Ostern geht's dann in die Vollen, erst bei RB Leipzig und danach in der Champions League gegen Paris Saint-Germain bei der Neuauflage des jüngsten Endspiels. »Wir wollen so schnell wie möglich die Dinge klarmachen«, sagte Flick erstmal zum nächsten Meistertitel. Ein Sieg beim einzigen Titelkonkurrenten RB Leipzig wäre wohl vorentscheidend. Mit vier Punkten Vorsprung reisen die Bayern nach Sachsen.

Um Klarheit in Sachen Flick ist aus dem Münchner Führungszirkel weiterhin Karl-Heinz Rummenigge bemüht. Der Bayern-Boss bekräftigte, dass der als Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw gehandelte Flick über den Sommer hinaus für den Rekordmeister arbeiten werde. »Das ist Fakt«, sagte Rummenigge der »Welt am Sonntag«. »Wir sind gut beraten, das zu Ende zu bringen, was wir vertraglich vereinbart haben. Das habe ich Hansi unmissverständlich mitgeteilt.«

Flicks Vertrag läuft bis 2023. Löw hatte in der Sendung »Heute im Stadion« bei Bayern 1 seinen ehemaligen Assistenten als idealen Nachfolger angepriesen: »Ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass der Hansi hervorragende Voraussetzungen hat.« Auf Jogis warme Worte angesprochen sagte Flick: »Ja, das freut mich sehr.« Er sagte aber auch: »An der ganzen Sache hat sich nichts geändert.«

Tipp: Fortsetzung folgt - wie bei in der Causa Flick/Salihamidzic. In München ist der Trainer jedenfalls noch nicht fertig. Es läuft trotz Nebengeräuschen. »Ich glaube, die Stimmung beim Spiel und nach dem Spiel wird uns die nächsten Wochen tragen«, sagte Nationalspieler Serge Gnabry nach dem 1900. Bundesligaspiel des Rekordchampions.

Die Superform des Triple-Jahres scheint zurückzukehren. »Wie geschmiert«, befand Gnabry, lief es nach dem frühen Platzverweis von Alphonso Davies, als den Bayern Unheil drohte. Der Nachteil verkehrte sich ins Gegenteil. »Die Rote Karte hat uns aufgeweckt. Wir haben gezeigt, auch mit einem Mann weniger kann man richtig guten Fußball spielen«, sagte Lewandowski. Der konfuse VfB ging hilflos unter.

Ein »Riesenkompliment« machte Flick seinem Team, das auch den Ausfall des erkrankten Joshua Kimmich wegsteckte. Thomas Müller glänzte nach Davies' Platzverweis als Not-Sechser. Der Lautsprecher trieb die Mitspieler voran, brillierte im Kombinationswirbel mit Leroy Sané und bediente mit den Offensivkollegen immer wieder Lewandowski, der als dreifacher Torschütze den Spielball als Trophäe mit heimnahm.

In einem furiosen Sechs-Minuten-Zwischenspurt sorgten Lewandowski und Gnabry für eine 3:0-Führung. Müller war dabei der Auslöser. »Thomas hat Bayerns Defizit mit einem Mann weniger fast alleine aufgehoben«, sagte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat anerkennend. »Manchmal hat er mir die Mannschaft zu viel nach vorne gepusht«, äußerte Flick zu Müller, lobte seinen Frontmann aber auch: »Es zeichnet ihn aus.«

Der Trainer rühmte seine gesamte Elf von hinten bis vorne. Nicht mal Lewandowski mochte Flick herausheben. Dabei heißt es nur noch fünf für den Weltfußballer, bei noch acht ausstehenden Spielen. Die Jahrzehnte lang unantastbare 40-Tore-Bestmarke von Gerd Müller ist für »Robert LewanGOALski«, wie Müller den Münchner »Bomber« der Gegenwart tituliert, inzwischen ganz, ganz nah.

Lewandowski weiß um die historische Chance. Bei 35 Toren steht er nun. Die eigene Bestmarke aus der Vorsaison hat der 32-Jährige schon überboten (34 Tore). Der Abstand zur 40 schrumpft - der Rekorddruck steigt. »Ich will nicht zu viel darüber nachdenken. Ich will die Topform halten«, sagte der Pole: »Es ist eine große Herausforderung, im Kopf immer bereit und immer hungrig auf die Tore zu sein.«

© dpa-infocom, dpa:210321-99-908247/4

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