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Hattrick in Verbier

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Nicht zu bremsen: Toni Palzer holte sich seinen dritten Weltmeistertitel im Skibergsteigen. (Foto: Seebacher)

Verbier – Toni Palzer holte sich am Montagvormittag beim Individualrennen den Weltmeistertitel in der Espoir-Klasse im schweizerischen Verbier. Nach seinen beiden Goldmedaillen beim Sprint-Rennen und beim Vertical-Rennen machte der 21-jährige Ramsauer damit seinen Hattrick perfekt.


Bei den Herren läuft in diesem Winter der Spanier Kilian Jornet in einer eigenen Liga. Jornet holte sich mit einer Zeit von 1:28:12 Stunde überlegen den ersten Platz. Hinter ihm lieferten sich die Italiener Robert Antonioli (1:28:58) und Matteo Eydallin (1:28:59) zusammen mit dem Franzosen Xavier Gachet (1:28:59) in der letzten Abfahrt ein Finale, das unter dem Motto stand: »Pokal oder Spital«. Auf dem schwierig zu fahrenden und engen letzten Hang kämpften die drei um jeden Zentimeter.

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Toni Palzer konnte mit 1:29:27 den besten Skibergsteiger der letzten Saison, den groß gewachsenen Franzosen William Bon Mardion, auf den 6. Platz verweisen. Toni Lautenbacher kam nach 1:33:34 ins Ziel und stellte seine unbeschreiblich gute Form mit dem 17. Platz erneut unter Beweis. Der wahrscheinlich beste Skifahrer im Weltcupzirkus, der Rosenheimer Seppi Rottmoser, reihte sich mit 1:36:44 auf dem für ihn hervorragenden 28. Platz ein. In den Abfahrten konnte er reihenweise den Konkurrenten zeigen, wie Skifahren mit Rennskiern funktioniert.

Cornelius Unger konnte mit seinem 9. Platz in der Espoir-Klasse mit einer Zeit von 1:42:51 erneut eine Top-Ten-Platzierung einfahren. Der voll berufstätige Alexander Schuster, der kurzfristig für die Weltmeisterschaft nachnominiert worden war, freute sich im Ziel über seine Zeit von 1:47:08 und den 53. Platz.

1 700 Höhenmeter im Aufstieg, verteilt auf vier Aufstiege und drei Tragepassagen, galt es zu überwinden. Der Start fand bei bitterkalten 8 Grad minus um 9 Uhr in La Cot auf 1 550 Metern statt. Durch ein Waldstück führte die Strecke hinauf bis La Pasay auf 2 160 Metern. Nach einer kurzen, verhältnismäßig einfachen Abfahrt folgte der zweite Aufstieg hinauf auf 2 445 Meter, der mit einer anstrengenden Tragepassage endete. Dann ging es durch zerfahrenen Pulverschnee zur Wechselzone auf 2 000 Meter hinunter.

Im dritten Anstieg kamen sich die Athleten vor wie in einem Flipper-Automaten. Technisch anspruchsvoll jagte eine Kehre die andere. Weiter oben wartete eine kräftezehrende Tragepassage. Die dritte Abfahrt trennte bereits die Spreu vom Weizen, als es von 2 445 auf 2 000 Meter im Sturzflug hinunterging. Das Grande Finale bildete der letzte Anstieg mit einer unendlich wirkenden Tragepassage. Von 2 200 Metern ging es dann in einer ziemlich schwierigen und engen Waldabfahrt hinunter ins Ziel auf 1 550 Metern.

Toni Palzer zu seinem erneuten Sieg: »Das Rennen hat sich heute ganz klar in den Abfahrten entschieden. Insgesamt bin ich voll zufrieden. Das ist schon ein geiles Gefühl.«

Am Mittwoch findet das Team-Rennen statt. 2 300 Höhenmeter im hochalpinen Gelände müssen zu zweit überwunden werden. Am Donnerstag findet das Staffel-Rennen statt. Ein Team besteht aus vier Athleten. Die Strecke umfasst etwa 150 Höhenmeter. fb