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Haug: Gespräche über Schumacher-Zukunft bei Mercedes

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Michael Schumacher zeigt beim Training, dass man mit ihm rechnen muss. Foto: Diego Azubel Foto: dpa

Suzuka (dpa) - Motorsportchef Norbert Haug hat Überlegungen bestätigt, Rekordweltmeister Michael Schumacher auch nach dessen Karriereende zum Formel-1-Saisonende bei Mercedes zu halten.


»Es ist noch keine Entscheidung gefallen, aber es ist eine Möglichkeit«, sagte Haug am Freitagmorgen in Suzuka am Rande des Trainings zum Großen Preis von Japan. Über welche möglichen Aufgabe es bei den Gesprächen ginge, wollte Haug indes keine Angaben machen.

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Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte zuletzt bereits den Wunsch geäußert, Schumacher im Konzern zu halten. Haug lobte den 43-Jährigen für die Arbeit, die Schumacher in den vergangenen Jahren bei Mercedes trotz der ausgebliebenen Erfolge gemacht habe. »Die ganze Denke, den ganzen Spirit - da hat Michael Hervorragendes geleistet«, sagte Haug.

Michael Schumacher hat am Tag nach seinem angekündigten Rücktritt als Formel-1-Fahrer im Training im japanischen Suzuka einen Crash verursacht. Der Rekordchampion kam am Freitag in der zweiten Einheit minimal von der Strecke ab und jagte seinen Mercedes daraufhin in die Begrenzungsreifen. Etwas später gab es von den Streckenärzten Entwarnung: Schumacher blieb unversehrt.

»Da war ich wohl schon zu sehr auf die Kurve fokussiert und habe dabei den Streckenrand ein bisschen zu sehr außer Acht gelassen«, meinte der 43-Jährige zu seinem Malheur. Im Freitagstraining zum Großen Preis von Japan reichte es zur zehntbesten Zeit. Im Rennen am Sonntag wird Schumacher wegen seines Auffahrunfalls in Singapur zehn Startplätze nach hinten versetzt.

Die Bestzeit erzielte Sebastian Vettels Red-Bull-Kollege Mark Webber. Der Australier benötigte 1:32,493 Minuten für seine schnellste Runde und hatte am Ende einen hauchdünnen Vorsprung auf den WM-Vierten Lewis Hamilton im McLaren, der Schumacher 2013 bei Mercedes ersetzt. Weltmeister Vettel fuhr die drittschnellste Zeit. Schumacher-Kollege Nico Rosberg erzielte am Ende die elftbeste Zeit.

Am Morgen in der ersten Einheit hatte der Wiesbadener den Motor seines Boliden wegen zu geringen Öldrucks abstellen müssen. Daraufhin wurde der Motor ausgetauscht. Bei Schumacher wurde noch am Nachmittag das Setup verändert. Beide Silberpfeile gingen erst mit gut 40 Minuten Verspätung auf den Kurs. Nico Hülkenberg im Force India setzte mit Platz vier ein Ausrufezeichen.