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Hausgemachter Austropop im Zirkuszelt

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Die Coverband »Auf A Wort« hat beim »Zeltln«-Festival in Waging ein umjubeltes Austropop-Konzert gegeben. Die Stimmung im Zirkuszelt war großartig, das Publikum begeistert. (Foto: Rasch)

Handgemachte Austropop-Covermusik und Kreisch-Alarm im Zirkuszelt: »Auf A Wort« hat beim »Zeltln«-Festival in Waging ein umjubeltes Konzert gegeben. Die Coverband, die ihr STS-Repertoire mit Songs der österreichischen Pop-Ikonen Fendrich, Danzer und Co. erweitert hat, wurde von den rund 350 Zuhörern am »Tag der Deutschen Einheit« frenetisch gefeiert. Am Ende des zweistündigen Konzerts wurde allerdings nicht die deutsche Nationalhymne gespielt – die sechs Musiker ließen das Konzert nach mehreren Zugaben mit der »heimlichen Bundeshymne« Österreichs, »I am from Austria«, ausklingen.


»Wohin geht die Fahrt, wohin die Reise« – mit diesem allerersten Song ihrer großen Vorbilder STS stimmten sie auf einen genialen Abend ein. Das Publikum war sofort da. »A Überdosis G'fühl«, die romantische Ballade »Wunder meiner Seligkeit« oder der »Großvater« trafen bald darauf das Gefühl des Publikums. Spätestens beim »Zentralfriedhof« und als Mathias Rasch den denkwürdigen Ludwig-Hirsch-Song »Gö du mogst mi« ins Mikrofon hauchte, tobe das Zelt.

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Natürlich fehlten auch die deutlich weniger sentimentalen »Hadern« nicht: Bei den Klassikern »Fürstenfeld« »Schickeria« oder den »Weißen Pferden«, bei dessen spanischen Klängen Christian Huber auf der Gitarre sein geniales musikalisches Temperament voll auskostete, gab es kein Halten mehr. Animiert von einem bestens gelaunten Peter Schuster reckten die jubelnden Zuhörer die Arme in das Zirkusrund und sangen lauthals mit. Die Stimmung war großartig, das Publikum begeistert. Der mitreißende Sound löste bei den eingefleischten Fans und den neu hinzugewonnenen tosenden Applaus und »Standing Ovations« aus.

»Exzellent«, fand Musikerkollege Franz Schuhegger aus Waging vor allem das zweite Set. Dass die Band nicht nur STS-Songs spielt, sondern ihr Set mit anderen Austropop-Größen abrundet, ist eine Bereicherung, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. Alexandra und ihre Mutter Anneliese aus Laufen schwärmten in vollen Zügen: »Wir sind begeistert und ziehen den Hut vor der Band. Hut ab auch vor der 'Location'. Wir kommen nächstes Jahr wieder. Waging, ihr seid super!«

Mit dem Auftritt im Waginger Zirkuszelt hat »Auf A Wort« nach dem grandiosen Erfolg im Circus Krone in München im vergangenen Frühjahr zum zweiten Mal »Zirkusluft« in kleiner, aber feiner Atmosphäre geschnuppert. Seit mittlerweile sieben Jahren erfolgreich auf Tour, leistet die Band Cover-Arbeit in Präzision.

Dass das musikalische Rezept aufgegangen ist, liegt nicht zuletzt daran, dass alle sechs Bandmitglieder erfahrene und exzellente Musiker sind. Für sie gilt der Grundsatz, handfeste Musik mit Herz und Gefühl zu machen. Zunächst im Trio sehr erfolgreich unterwegs, haben sich die Frontmänner (Gitarre und Gesang) Peter Schuster, Mathias Rasch und Christian Huber – wie einst ihre großen Vorbilder auch – Unterstützung zugelegt: Martin Zunhammer (Keyboard und Akkordeon), Robert Ertl (Schlagzeug) und Bernhard Schmied (Bass) haben ebenso viel Spaß an dieser Musik.

Authentisch liefern die Musiker aus dem Raum Traunreut-Kirchweidach und Tittmoning bei ihren Konzerten einen repräsentativen Querschnitt aus den Alben der österreichischen Legenden Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz und mittlerweile auch aus der restlichen Austropop-Szenerie. Sowohl im mehrstimmigen Gesang als auch instrumental haben sie die aufwändigen Produktionen und Arrangements mittlerweile fest im Griff.

Eine große Portion Charme bei der Moderation inklusive. Die lockeren Zwiegespräche und sich dabei gegenseitig auf die Schippe zu nehmen, gehören zum Markenzeichen der Band. Das macht sie nicht nur äußerst sympathisch – es zeugt auch von null Starallüren. Peter Schuster: »Wir sind eine vogelwilde Truppe. Ohne die Beleuchter und Abmischer geht gar nichts.« ga