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Heimkehr zu den musikalischen Wurzeln

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Zu seinen Wurzeln in Grassau und in der dortigen Musikszene kehrte der Frontmann von La Brass Banda, Stefan Dettl, zurück. Mit der »Teachers Groove Big Band« aus dem Umfeld der Musikschule spielte und sang Dettl im Heftersaal ein mitreißendes Konzert. (Foto: Flug)

»Stargast« beim traditionellen Konzert der »Teachers Groove Big Band« der Musikschule im Grassauer Heftersaal war heuer Stefan Dettl, Frontmann von »LaBrassBanda«, der an diesem Abend quasi zu seinen Wurzeln zurückkehrte.


Knappe Klavierakkorde vor einem munteren Bass eröffneten den Abend mit Count Basies »Shiny Stockings«. »Grassau als Big-Band-Metropole ist eigentlich nur vergleichbar mit Emertsham und dessen Big-Band«, befand Bandleader Michael Keul, der auch humorvoll durch den Abend führte.

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»Eine Rampensau wie Stefan Dettl« sagte Moderator Keul über den Sänger Tobias Heinz, der mit raumgreifenden Gesten und wunderbarer, kräftiger Stimme »Goody Goody« und »It had better be tonight« interpretierte. Mit Stefan Dettl zog dann das Tempo deutlich an. Wunderbar begleitete die Big-Band seinen Rap-Gesang. Dass sie auch rockig kann, bewies sie in LaBrassBanda-Stücken wie »Soultrain« oder »Autobahn«. Stefan Dettl mit Gesang oder Trompete gab den Takt vor, die Big-Band immer auf Augenhöhe dabei. Zu danken ist das Christoph Burger, der die Arrangements zu den LaBrassBanda-Melodien den »Teachers« auf den Leib schrieb. Das Publikum blieb zwar sitzen, wirkte aber dennoch mitgerissen, auch wenn es trotz Aufforderung keine Tendenz zeigte, den schon Kult gewordenen LaBrassBanda-Choreografien wie in »Soultrain« zu folgen. Die Begeisterung war da, gerade auch bei den jungen Leuten im Publikum.

Auch nach der Pause eröffnete die Big-Band den zweiten Teil des Konzerts mit Standards, Tobias Heinz folgte mit Gesang. Eine Besonderheit waren jetzt die vielen Soli, in denen sich einzelne Musiker hervortaten: Markus Müller auf der Klarinette, Heinz Dauhrer mit der Trompete und Christoph Burger mit dem Saxofon begeisterten das Publikum und ernteten immer wieder Szenenapplaus. Auch jetzt gehörte der dritte Teil Stefan Dettl mit Songs wie Trachtenbua« oder »Scheena Dog«. Im Schlussteil sangen Tobias Heinz und Stefan Dettl gemeinsam. Heinz erwies sich in »Just a Gigolo« hörbar mehr zuhause als Dettl.

Mit »Die kleine Stadt will schlafen gehen« als Zugabe endete ein wunderbarer Abend für Zuhörer und Musiker. »Für mich ist das eine Heimkehr«, so Dettl als Grassauer gegenüber unserer Zeitung. »An der Musikschule habe ich gelernt, hier auf der Bühne sitzen nicht nur Mitschüler, sondern auch meine Lehrerinnen und Lehrer. Wenn ich heute gesagt habe, dass ich dahoam bin, ist es nicht nur, dass ich in Grassau bin. Hier im Kreis der früheren Mitschüler, der Lehrer und Lehrerinnen, der Mitmusikanten bin ich zuhause. Immerhin sind es über dreißig Auftritte, die ich in der Big-Band dabei war.«

Ludwig Flug

Italian Trulli