weather-image
19°

Heinrich Kirchners einzigartige Kunst

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Über das Tun und Wirken des 1984 verstorbenen Künstlers Heinrich Kirchner informierte Dekan im Ruhestand Wolfgang Stritar unlängst in der Heinrich-Kirchner-Gallerie in Seebruck. Anschließend führte er die Besucher zu den Kirchner-Skulpturen.

Zahlreiche Kunstinteressierte und Bewunderer von Heinrich Kirchner wandelten mit Dekan im Ruhestand Wolfgang Stritar auf den Spuren des Künstlers Heinrich Kirchner, der sich mit seinen unverwechselbaren bronzenen Menschen- und Tierplastiken unsterblich gemacht hat.


Auch wenn sich Kirchners Todestag im kommenden März bereits zum 30. Mal jähren wird, scheint die Faszination, die von seinen Skulpturen ausgeht, ungebrochen zu sein. Selbst Kirchners Kritiker können sich von den einnehmenden, überdimensionalen Figuren kaum abwenden. Vor der Führung wurden die Besucher in der Heinrich-Kirchner-Galerie in Seebruck mit dem kurzweiligen Videofilm »Die Figuren des Heinrich Kirchner« eingestimmt.

Anzeige

Unter den Besuchern waren auch die Enkel des Künstlers, Martina und Nicola Kirchner, der Produzent des Kirchner-Films, Wolfgang Spring, sowie Helmut Schmidt als Vertreter der Stadt Erlangen, in der Kirchner am 12. Mai 1902 das Licht der Welt erblickt hat. Kirchner studierte später an der Akademie der bildenden Künste in München, der École nationale supérieure des beaux-arts und an der Académie Julian in Paris die Bildhauerei. Die Technik des Bronzegusses im Wachsausschmelz-Verfahren, die ihn später so berühmt machen sollte, erwarb er sich autodidaktisch.

1932 wurde Kirchner dann Leiter der Werkstätte für Bronzeguss an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er ab 1952 auch eine Professur übernahm. 1959 war Heinrich Kirchner Teilnehmer der documenta II in Kassel. Nach seiner Emeritierung 1970 ließ er sich im Chiemgau nieder, wo er sich in Pavolding, einem idyllischen Kleinod in der Gemeinde Seeon-Seebruck, einen alten Fischerhof ausbaute. Gut zwei Monate vor seinem 82. Geburtstag starb Kirchner am 3. März 1984 und wurde auf der Fraueninsel beigesetzt.

Wer jeweils freitagmittags mit Dekan i. R. Wolfgang Stritar die einzigartigen Heinrich-Kirchner-Skulpturen besichtigen will, der hat dazu noch weitere Gelegenheiten und zwar am 15. November (Spaziergang), 22. November (Radtour) und 29. November (Spaziergang). Treffpunkt ist jeweils um 13 Uhr an der Heinrich-Kirchner-Galerie in Seebruck, unweit des Römermuseums Bedaium. Für die 20-Kilometer-Radtour sind etwa vier Stunden einzuplanen, für den Spaziergang etwa zwei Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung bei der Tourist-Info Seebruck oder unter Telefon 08667/7139 oder per e-mail unter tourismus@seeon-seebruck.de. mmü