weather-image
19°

Heiße Kämpfe beim Thermenlauf-Jubiläum

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Kampf um jeden Meter zwischen dem Ramsauer Paul Assem (l.) und dem Reichenhaller Nico Königs, rechts Jakob Stöckl vom Skiklub Ramsau. (Foto: Bittner)

Die Hitze war beim 10. Rupertus Thermenlauf wieder der größte Gegner. Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke machte den Teilnehmern auch in diesem Jahr zu schaffen. 957 Laufwillige meldeten ursprünglich für den 10. Rupertus Thermenlauf in diesem Jahr, 851 gingen letztlich an den Start. Die Starter aus dem Talkessel zeigten dabei wieder ihr Können. Moritz Horn schaffte über zehn Kilometer den zweiten Platz, die Laufkinder der heimischen Vereine zeigten ebenfalls starke Leistungen.


Den Halbmarathon-Sieg holte sich in 1:14.21 Stunden Florian Stelzle von der LG Passau. Bei den Damen feierte Rita Brand vom SV Kasing einen knappen Sieg. Lokalmatador Stefan Holzner, Thermenlauf-Halbmarathon-Sieger 2012 und 2014, entschloss sich kurzfristig für die zehn Kilometer. Dabei lieferte er sich hinter Spitzen-Triathlet Moritz Horn aus der Ramsau, der am Wettkampftag seinen 17. Geburtstag feierte, zunächst zusammen mit Wolfgang Klinger aus Anger und Favorit Filmon Abraham einen heißen Kampf um Rang 2. Der Mann aus Eritrea, dessen Asylantrag kürzlich bewilligt wurde, hatte im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Thermen-Zehner gewonnen. »Er spielte ein wenig mit uns«, schmunzelte Holzner im Anschluss. »Der Filmon hätte weitaus schneller laufen können«, mutmaßte der Ex-Triathlon-Profi. In der Tat zog Abraham ab Kilometer fünf richtig an, überholte bei Kilometer sieben Moritz Horn, der für das Potsdamer Triathlon-Team startet, und gewann am Ende souverän in 33.35 Minuten. Horn wurde mit 23 Sekunden Rückstand Zweiter, Wolfgang Klinger starker Dritter. Stefan Holzner landete auf Platz 4. Die schnellste Zehn-Kilometer-Dame war die Inzellerin Simone Mortier vom PTSV Rosenheim vor ihrer jüngeren Teamkollegin Lena Barth.

Anzeige

Dem Hobbylauf ohne offizielle Ergebnisliste stellten sich 136 Teilnehmer, darunter zwölf Nordic Walker der TSV-Abteilung »Vital und Rehasport-Gruppe«. Damit ist die kurze Distanz weiter auf Wachstumskurs. Im Ziel gab es für die Fünf-Kilometer-Teilnehmer Finisher-Medaillen. Die Möglichkeit, die Strecke zu dritt zu laufen, nutzten 15 Staffeln. Es gewann das Trio »aufe und obe« mit Markus Hainz, Simon Winkler und Patrick Winkler .

Erstmals wurde im Rahmen des Rupertus Thermen-Laufes die oberbayerische Meisterschaft im Halbmarathon ausgetragen. Der Laufwart des Bezirks Oberbayern, Michael Rauch, überreichte bei der Siegerehrung die Medaillen. 35 Athleten stellten sich dem Bewerb, bei dem nur starten durfte, wer im Besitz eines entsprechenden Startpasses ist. Tagesschnellster in 1:18:18 Stunden und somit Oberbayern-Meister ist Danilo Friedrich (TSV Gräfelfing/M 35). Bei den Damen legte Rita Brand (SV Kasing/W 40) in 1:34:25 die beste Zeit auf den heißen Asphalt.

69 Kinder gingen zum Auftakt des Rupertus Thermen-Lauf-Jubiläums an den Start. Sie drehten in entsprechenden Altersgruppen eine 800 Meter- beziehungsweise 1,2 Kilometer-Runde durch den Rupertuspark, begleitet von vielen Eltern, Geschwistern, Freunden und Bekannten.

Auf der langen Strecke liefen die Jahrgänge 2003 bis 2006. Für die rund 1,2 Kilometer-Distanz benötigte Tagessieger Stephan Sanktjohanser von der SG Schönau 4:17 Minuten. Bei den Mädchen gewann Anna Thaumiller (WSV Königssee) in 4:22 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung. Annas Bruder, Maxi Thaumiller (SG Schönau), lief auf der kurzen Distanz einmal mehr die beste Zeit – heuer um acht Sekunden schneller als 2015. Nach 2.33 Minuten sprintete er als Erster über die Finisherlinie und sicherte sich nicht nur Platz 1 in der Altersklasse U 10 sondern auch den Tagessieg auf der kurzen Strecke. Der Berchtesgadener Simon Nüß (LC Chiemgau-Steigenberger) schaffte Rang 2 in der Klasse U 8. Mit Maxi Thaumiller kam zeitgleich Amelie Spitzl ins Ziel, sie war das schnellste Mädchen. Rang 3 ging an Luisa Pusch vom WSV Königssee.

Die meisten Teilnehmer beim Kinderlauf stellten die Vereine aus dem südlichen Berchtesgadener Land: Der WSV Königssee, die SG Schönau und der SK Ramsau. Die jungen Sportler schafften es durchwegs auf gute Plätze. TSV-Gesamtvorstand Josef Dennerl, Vize Martin Dufter und Claudia Plötzeneder führten die Siegerehrung durch. Hans-Joachim Bittner