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»Heiße Phase« für die Ortsumfahrung Altenmarkt – Vollsperrung der B299 über zwei Monate

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Ortsumfahrung Altenmarkt: Großbaustelle geht in die nächste Phase – Vollsperrung der B304
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Foto: Symbolbild (pixabay)

Altenmarkt – Die Bauarbeiten für die Altenmarkter Ortsumfahrung gehen in die heiße Phase: Dafür muss ab kommendem Dienstag (22. September) die Bundesstraße 299 nördlich von Altenmarkt für voraussichtlich mehr als zwei Monate komplett für den Verkehr gesperrt werden. Dort wird die Anbindung der neuen Umfahrung mit Aubergtunnel an die bestehende B299 hergestellt, wie das Staatliche Bauamt am Freitag mitteilte. Es wird weiträumig umgeleitet.


Wenn ab Dienstag die neuen Bauarbeiten beginnen, wird die B299 zwischen Trostberg und Altenmarkt bis Ende November nicht mehr befahrbar sein. Das gesamte Projekt soll noch dieses Jahr fertiggestellt werden, sodass die Umfahrung schon Anfang 2021 für den Verkehr freigegeben werden kann.

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Ab Anfang November sind dann auch die ersten Testphasen der Betriebstechnik im Aubergtunnel als sogenannter Probebetrieb geplant. In dieser Testphase werden alle Sicherheitseinrichtungen, die Leit- und Führungstechnik und die Erfassungs- und Meldesysteme auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Melde- und Übertragungswege vom Tunnel zur Zentrale und umgekehrt müssen ebenfalls getestet werden.

Die Tests erfolgen übrigens nicht nur virtuell sondern auch unter realen Bedingungen, das heißt, dass phasenweise bald auch der erste Verkehr durch den Tunnel geleitet wird. Da jener auch 24 Stunden am Tag von der Tunnelleitzentrale in Freimann bei München überwacht wird, müssen auch diese Schaltungen überprüft werden.

Derzeit laufen noch die Straßenbauarbeiten auf der Westseite des Aubergtunnels im Zuge der Wasserburger Straße. Die Verkehrszeichen und Leiteinrichtungen des Tunnels werden ebenfalls derzeit montiert. Gleichzeitig finden auf der Hauptstrecke und auf Teilbereichen der neuen Gehwege Asphaltierungsarbeiten statt. Außerdem werden Beschilderung, Markierung und Schutzplanken errichtet, sodass die neue Hauptfahrbahn der Wasserburger Straße ab nächster Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Ab Dienstag wird dann die B299 im Nordosten des Aubergtunnels umgebaut und der Anschluss an die neue Straßenführung hergestellt. Im Erdbau fehlen derzeit noch rund 300 Meter vom neuen Kreisverkehr bis zur Anbindung der Straße auf den Bestand der B299.

Weiträumige Umleitungen werden ausgeschildert

Die Umleitungen für den Verkehr von Wasserburg/Obing Richtung Tacherting/Altötting führen weiterhin ab Rabenden über die Kreisstraße TS 31 in Richtung Kienberg und von dort über die Staatsstraße 2357 nach Trostberg (Schwarzer Berg/Höhe Krankenhaus) zur B299.

Für die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Altötting nach Obing/Wasserburg unterwegs sind, wird bereits ab Wiesmühl eine Umleitung über die Kreisstraßen TS 20 und TS 8 in Richtung Emertsham und von dort weiter in Richtung Kienberg und Rabenden angeboten.

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Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Wer aus Richtung Traunstein nach Obing/Wasserburg oder umgekehrt unterwegs ist, kann die B304 ab nächster Woche wieder befahren. In Altenmarkt muss im Bereich der neuen Umgehungsstraße eine neue Bedarfsumfahrung unter der Dorfener Straße genutzt werden, um auf die neue Wasserburger Straße zu gelangen.

Verkehr aus Nord-Süd-Richtung auf der B299 und der B304 (Traunstein–Trostberg) muss die Umleitung ab Wiesmühl über die Kreisstraße AÖ 23 nach Feichten an der Alz und weiter über die TS 51 nach Engertsham nehmen. Von dort wird der Verkehr über die Kreisstraßen TS 26 und TS 51 über Lindach zur Staatsstraße 2093 über Stein an der Traun zurück zur B304 umgeleitet (und umgekehrt).

Die Schulbustransporte in Altenmarkt werden von der RVO in Abstimmung mit der Gemeinde Altenmarkt und den Schulen organisiert.

Wenn sowohl die Arbeiten im Straßenbau und auch die Arbeiten an der Betriebstechnik im Tunnel weiterhin ohne Probleme und Verzögerungen laufen, ist bereits ab Anfang November mit dem Probebetrieb des Tunnels zu rechnen.

Auch wenn sich die notwendigen Corona-Vorgaben nach Anbgaben des Bauamts auf der Baustelle gut etabliert haben, gibt es bei der Planung und Abwicklung der Baumaßnahmen immer noch gewisse Unwägbarkeiten. Es können Schwierigkeiten entstehen, die wiederum zu Bauverzögerungen führen.

Ortskundige Verkehrsteilnehmer sollten die Baustelle grundsätzlich großräumig umfahren. Daher sollte für alle notwendigen und wichtigen Fahrten auch entsprechend mehr Zeit eingeplant werden. Das Bauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis, dass die Arbeiten und Umleitungen im Zuge so wichtiger Verkehrsadern wie der B299 und der B304 zwangsläufig zu unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen führen.