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Heiteres Musizieren auf sehr hohem Niveau

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Das junge Musikschul-Ensemble Grass Brass mit (v. l.) Stefan Gradl, Vinzenz Wiedemann, Stefan Hildebrand, Florian Rödler und Jakob Wander. (Foto: Grabmüller)

Zweimal jährlich erlebt die Wolfgang Sawallisch-Stiftung in Grassau Benefizkonzerte, die allein von den engagierten und begabten Kindern und Jugendlichen getragen werden, die seitens der Stiftung in ihrer musikalischen Ausbildung gefördert werden: Im Frühjahr gibt es stets ein vom Lionsclub Marquartstein/Achental veranstaltetes Benefizkonzert, und im Herbst organisiert die Musikschule selbst das große »Stiftungskonzert« im Heftersaal.


Hans-Josef Crump, Vorsitzender des Stiftungsrats, beschrieb den jetzigen Abend in seinen Dankesworten, die er an die jungen Musikerinnen und Musiker richtete, so: »Eure Musik war herzerfrischend und spannend. Ihr habt uns heiteres Musizieren auf sehr hohem Niveau geboten.« Er bezeichnete die Musikschülerinnen und -schüler als wichtigen Teil der Stiftung, die, gemeinsam mit dem Publikum, mit den Spendern und Förderern, mit den beteiligten Gemeinden und den ehrenamtlich in der Stiftung Tätigen, ein Ganzes bildeten, das viel für die Kultur in der Region bewirke.

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Charakteristisch für das Stiftungskonzert ist die Vielfalt im Programm: Volksmusik steht selbstbewusst neben Klassik; alle Instrumentengruppen sind vertreten, und neben solistischen Auftritten zeigen mehrere Programmpunkte mit Ensemblespiel, dass die Stiftung auch großen Wert auf das gemeinsame Musizieren legt. »Das Spielen im Ensemble fördert die Musizierfreude, und im Einzelunterricht erfolgt dann der Feinschliff«, so formulierte es Otto Dufter, der gemeinsam mit Wolfgang Diem durch den Abend führte.

Sie dankten nicht nur den Musikschülern für das Üben und Mitmachen, sondern würdigten auch die Arbeit ihrer Lehrerkollegen, die die Schüler zu stets neuen Fortschritten motivieren und anleiten. Zu danken sei auch den Klavierbegleiterinnen Catalina Popovici und Beatrice von Kutzschenbach, die die jungen Solisten bei der Erweiterung ihres Repertoires sehr gut unterstützen.

Die Fülle der Programmpunkte reichte für einen über zweistündigen Konzertabend. Leider können nicht alle jungen Künstler im Detail aufgezählt werden. Das letzte Stück des Stiftungskonzerts soll jedoch erwähnt sein, und zwar mit folgender kleiner Geschichte: Die Wolfgang Sawallisch-Stiftung besteht heuer seit zehn Jahren. Eine der ersten Schülerinnen, die damals eine Förderung erhielten, war die junge Geigerin Vroni Nedwed, Schülerin von Mugurel Popovici.

Nach ihrem Abitur entschied sie sich für das Studienfach Musik. Heute ist Veronika Richter als Geigerin professionell tätig. Sie folgte, wie sie sagte, sehr gerne der Einladung zu einem Gastauftritt nach Grassau und spielte am Schluss des Stiftungskonzerts das Violinkonzert in A-Dur Nr. 5 (1. Satz) von W. A. Mozart mit wunderbarer Eleganz, ausdrucksvoller Interpretation und großem technischem Können (am Flügel: Catalina Popovici). Ein vollbesetztes Haus und anerkennender, stürmischer Applaus belohnte alle Musizierenden. Die gut gefüllten Spendenkörberl der Stiftung bewiesen am Schluss ebenfalls, dass die Leistungen sehr wohl ihre Anerkennung fanden. Der Ertrag dieses Stiftungskonzerts wird wiederum in künftige Förderungen fließen. ug