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Hertha-Einspruch abgewiesen - Keine Spielwiederholung

Frankfurt/Main (dpa) - Das Bundesliga-Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird nicht wiederholt. Das teilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt mit.

Verkündung
Der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz verkündet in Frankfurt das Urteil zum Hertha-Einspruch. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Der Einspruch von Hertha BSC wurde als unbegründet abgewiesen, sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz. Die Berliner haben nun eine weitere Möglichkeit, vor dem DFB-Bundesgericht Einspruch einzulegen. Das Spiel war am vergangenen Dienstag nach Fan-Tumulten unter chaotischen Umständen zu Ende gegangen.

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«Das war hier und heute und am Freitag eine schwierige Entscheidung für uns», sagte Lorenz und betonte: «Auch wenn der Einspruch keinen Erfolg hatte, sagen wir ausdrücklich, dass wir Verständnis haben, dass der Verein nach diesem Strohhalm gegriffen hat.» Das DFB-Sportgericht hatte sich am Freitag nach mehr als sechsstündiger Beweisaufnahme vertagt. Hertha hatte nach der 2:2 ausgegangenen Partie in Düsseldorf Protest eingelegt.

Weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten, hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel für 21 Minuten unterbrochen. Als die Fans den Rasen wieder verlassen hatten, pfiff der Referee die Partie noch einmal für 93 Sekunden an. Einen Tag später legte die Hertha Einspruch ein. «Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich», begründete Manager Michael Preetz.

Gegen die Berliner Profis Lewan Kobiaschwili, Christian Lell, Thomas Kraft und Andre Mijatovic hat der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen eingeleitet. Diese Fälle werden zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.

Auf beide Vereine warten daher noch Strafen. So muss Hertha mit einer Geldstrafe rechnen, weil Fans Bengalos gezündet und auch aufs Spielfeld geworfen hatten. Düsseldorf droht wegen des Platzsturms sogar ein Geisterspiel oder eine Platzsperre.

Zu einer möglichen Geldstrafe sagte Fortuna-Finanzvorstand Paul Jäger der Zeitung «Express»: «Wir werden das unter denen aufteilen, die wir ausfindig machen können. Alle anderen können anonym in einen Pool einzahlen. Dann ist es für den Rest nicht ganz so teuer.»