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»Hervorragende Botschafter für den heimischen Sport«

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Würdigung rund um das Ehrenamt im Sport: Traunsteins Oberbürgermeister  Christian Kegel (rechts) und Stadtverbandsvorsitzender Stefan Namberger (links) ehrten (von links) Sebastian Eisenreich (Gold), Rudolf Hartwig (Silber) und Anton Mitterer (Bronze) mit den Verdienstabzeichen. (Foto: Wittenzellner)

Die Zahlen spiegeln die Bedeutung des Sports in der Großen Kreisstadt wieder: Es gibt 30 Sport- und Schützenvereine, in denen weit über 12 000 Traunsteiner – darunter über 2000 Jugendliche – aktiv sind. Da bleiben kleine und große Erfolge nicht aus. Diese wurden auch in diesem Jahr im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Traunstein in der Aula der Berufsschule wieder gefeiert. 206-mal erfüllten die Sportler die von der Stadt dafür aufgestellten Kriterien.


Oberbürgermeister Christian Kegel betonte in seiner Festrede in der voll besetzten Aula in Anlehnung an die Ausführungen Fürst Pücklers aus dem Jahr 1830, dass der damalige »Sportsmann« nur aus den oberen Klassen kam. Das habe sich – Gott sei Dank – geändert: »Sport ist heute Teil unserer Gesellschaft, er verbindet die Menschen.«

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Viele Möglichkeiten werden angeboten

Dem Sporttreibenden stünden auch in Traunstein viele Möglichkeiten offen. »Denn Traunstein ist eine Stadt des Sports!« So könnten beispielsweise Aerobic, Badminton, Fußball, Handball, Ringen, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Turnen oder Volleyball betrieben werden. »Da findet jeder seine Lieblingssportart.«

Als Rüstzeug seien aber unbedingt »Leidenschaft und Geschick« für den dauerhaften Erfolg nötig. Geschick und Talent dazu würde das zu sportlichen Erfolgen bis zu herausragenden Leistungen führen. Den geladenen Sportlern attestierte er: »Sie sind hervorragende Botschafter für Traunstein und den Sport in der Großen Kreisstadt.«

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Er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement von Übungsleitern, Trainern, Betreuern und Helfern. Und auch den Eltern und Förderern sprach er seinen Dank für die Unterstützung des Sports in Traunstein aus. Auch der Landkreis und die Große Kreisstadt verdienen Anerkennung für die Errichtung und Bereitstellung hochwertiger Sportstätten. »Wir dürfen stolz behaupten: »Traunstein ist ein Oberzentrum – auch im Bereich des Sports.« Die Einweihung der Brunneranlage sowie des Sportparks in Empfing seien Meilensteine, die Dreifachturnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium werde ein weiterer sein. Sein Dank galt auch dem 1950 gegründeten Stadtverband der Sportvereine, der eine starke Interessenvertretung für den Sport in Traunstein sei.

Stefan Namberger, Vorsitzender des Stadtverbands der Sportvereine, nahm wie gewohnt im Nachgang zusammen mit dem Oberbürgermeister die Ehrungen der erfolgreichen Sportler und Sportfunktionäre vor. Wie die Jahre zuvor wurden die erfolgreichen Schulen, Einzel- und Mannschaftssportler wieder in Blöcken geehrt, die dazwischen mit musikalischen Beiträgen der Scallywags, der Schülerband der Musikschule Traunstein, aufgelockert wurden.

Die Ehrung zeigte wieder die ganze Breite der sportlichen Möglichkeiten in der Stadt und gleichzeitig auch das Potenzial der Aktiven. Wie in den Vorjahren waren wieder viele Sportler dabei, deren Leistungen schon in früheren Jahren gewürdigt wurden. Dafür gab es dann »nur« Urkunden und keine Medaillen. So beispielsweise Rad-Ass Robert Glaßl, der seine erste Medaille bereits in den 1990er Jahren erhalten hat und bei der Sportlerehrung quasi schon zum Inventar gehört.

Die Männer der Basketballmannschaft des TVT erhielten alle die große Medaille in Gold für den Aufstieg in die Bayernliga, die D-Junioren des SB Chiemgau wurden für den Aufstieg in die Bezirksliga mit der kleinen goldenen Leistungsmedaille geehrt. Bei den Traunsteiner Ringern ragte Eduard Tatarinov als Deutscher Vizemeister bei den Männern heraus und ließ erst vor wenigen Tagen einen 5. Platz bei der Europameisterschaft in der Altersklasse U 23 folgen.

Einen breiten Bereich nahm auch wieder der Schulsport ein, in dem sich drei Schulen landes- und teilweise sogar bundesweit behaupten konnten. Und auch die Erfolge bei den Special Olympics und den Stadtmeisterschaften durften nicht fehlen. So mancher Verein beziehungsweise die entsprechenden Abteilungen zeigten, wo dem Leistungssport eine hohe Bedeutung zukommt. Egal ob Einzel- oder Mannschaftssport, ob weibliche oder männliche Sportler, ob motivierter Jungspund oder erfahrener Aktiver – ihnen allen gleich war auch in der Rückschau der Würdigung der sportlichen Leistungen des vergangenen Jahres erkennbar der Stolz über den eigenen Erfolg.

Hartwig und Mitterer für ihren Einsatz geehrt

Im Ehrungsblock für Sportfunktionäre gab es Gold, Silber, Bronze. Das Verdienstabzeichen in Gold wurde Sebastian Eisenreich vom DJK Traunstein verliehen, der schon über 50 Jahre ehrenamtlich im Sinne des Sports in diversen Spitzenfunktionen tätig ist. Über ein Vierteljahrhundert engagiert sich Rudolf Hartwig vom DJK Kammer insbesondere für die Abteilung Ski. Mit der Ehrennadel in Silber würdigte die Stadt Traunstein sein weitreichendes ehrenamtliches Engagement. Anton Mitterer von der Schützengesellschaft Trauneck wurde für 15 Jahre im Ehrenamt mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet.

Nach den Ehrungen war noch lange nicht Schluss: Die erfolgreichen Aktiven konnten sich in das Ehrenbuch der Stadt eintragen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. awi