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Herzschlagfinale: Flensburg jubelt, Gummersbach weint

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Kabinen-Party
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Die Flensburger jubeln in der Kabine über die gewonnene Meisterschaft. Foto: Benjamin Nolte Foto: dpa
Deutscher Meister
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Die SG Flensburg-Handewitt ist erneut deutscher Handball-Meister. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Erfolgstrainer
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Maik Machulla (M) führte die Flensburger nun schon zu zwei Meistertiteln. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Hoch soll er leben
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Trainer Machulla wird von seinen Spielern in die Höhe geworfen. Foto: Benjamin Nolte Foto: dpa
Durstig
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Jim Gottfridsson (r) nimmt nach dem Spiel einen großen Schluck aus der Flasche. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Gelungener Abschied
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Sein Ende bei Flensburg hätte sich Tobias Karlsson nicht besser ausmalen können. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Tanzeinlage
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Die Spieler von Flensburg legten nach dem Spiel einen Freudentanz aufs Parkett. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Flensburg-Fans
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Die mitgereisten Flensburger Fans machen vor dem Spiel Stimmung im Gästeblock. Foto: Guido Kirchner Foto: dpa
Frust
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Gummersbachs Ivan Martinovic sitzt nach Spielende und dem feststehenden Abstieg niedergeschlagen am Tor. Foto: Christoph Schmidt Foto: dpa
Niedergeschlagen
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Die Gummersbacher sitzen nach Spielende niedergeschlagen am Spielfeldrand. Foto: Christoph Schmidt Foto: dpa
Trauer
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Gummersbachs Marvin Sommer tröstet nach Spielende Bietigheims Jan Asmuth. Beide Teams sind abgestiegen. Foto: Christoph Schmidt Foto: dpa
Alfred Gislason
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Für Alfred Gislason blieb mit dem THW Kiel zum Bundesliga-Abschied nur Rang zwei. Foto: Axel Heimken Foto: dpa
Füchse Berlin
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Die Füchse spielen trotz der Niederlage nächstes Jahr international. Foto: Andreas Gora Foto: dpa

Die Handball-Bundesliga erlebt vor allem im Abstiegskampf ein irres Herzschlagfinale. Während die SG Flensburg-Handewitt die dritte Meisterschaft bejubelt, herrscht beim VfL Gummersbach nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte tiefe Trauer.


Frankfurt/Main (dpa) - Ausgelassene Meisterparty bei der SG Flensburg-Handewitt, Abschiedstränen beim Bundesliga-Dino VfL Gummersbach: Im dramatischen Saisonfinale der Handball-Bundesliga gab es große Emotionen.

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MEISTER: Zum dritten Mal nach 2004 und 2018 triumphierten die Flensburger. Entsprechend euphorisch ging es nach dem 27:24 beim Bergischen HC zu. Schon im Düsseldorfer ISS Dome floss das Bier in Strömen, später ging es mit dem Flieger in die Heimat, wo am Montagmittag der große Meisterempfang über die Bühne gehen soll.

Trainer Maik Machulla verfolgte die Jubelszenen mit feuchten Augen. »Der gesamte Verein hat es verdient, denn es steckt sehr viel Arbeit dahinter«, sagte der 42-Jährige gerührt. Für ihn selbst war es im zweiten Jahr als Coach der zweite Titel. »Es ist schön, dass ich nun in den Geschichtsbüchern stehe«, meinte Machulla.

ABSCHIED: Des einen Freud war des anderen Leid. Für Erfolgstrainer Alfred Gislason blieb mit dem THW Kiel zum Bundesliga-Abschied nur Rang zwei. »Es waren schöne elf Jahre in Kiel«, sagte der 59 Jahre alte Isländer nach dem 30:26 gegen Hannover. »Ich bin sehr stolz auf die Zeit hier.« Immerhin holte Gislason mit den Kielern, die mit lediglich sechs Minuspunkten nun bester Vizemeister der Bundesliga-Historie sind, den DHB-Pokal und den EHF-Cup.

ABSTIEG: Tränen der Enttäuschung flossen beim VfL Gummersbach: Nach 53 Jahren muss der Bundesliga-Dino erstmals absteigen. Im Herzschlagfinale gab ein Tor zugunsten des punktgleichen Rivalen Eulen Ludwigshafen den Ausschlag gegen den zwölfmaligen deutschen Meister, dem das 25:25 bei Mitabsteiger SG BBM Bietigheim nicht zur Rettung reichte. »Es ist schwer, Worte zu finden. Jetzt schauen wir beide in die Röhre«, sagte VfL-Trainer Torge Greve. »Man sieht nur weinende Männer.«

Auch Deutschlands Handball-Legende Heiner Brand, der seine gesamte Karriere lang in Gummersbach spielte, war bestürzt. »Es ist so gekommen, wie ich es befürchtet habe«, sagte der 66-Jährige. »Für Handball-Deutschland ist ein Verlust. Künftig fehlt ein ganz großer Name.«

EUROPA-STARTPLÄTZE: Die letzten Tickets für den EHF-Pokal sicherten sich die MT Melsungen und die Füchse Berlin. Der SC Magdeburg um Torschützenkönig Matthias Musche (256 Tore) und die Rhein-Neckar Löwen hatten den internationalen Startplatz bereits zuvor sicher.

Tabelle Handball-Bundesliga