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»Hier ist alles perfekt organisiert«

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Spirit-Multisport-Geschäftsführer Tom Sutton (von links), Renndirektorin Christine Waitz und Organisator Sven Hindl freuen sich schon auf die achte Auflage des Eberl-Chiemsee-Triathlons, der am 29. und 30. Juni über die Bühne gehen wird. (Foto: Brenninger)

Die Triathlon-Familie macht auch in diesem Jahr wieder Station in und um Chieming: Der Eberl-Chiemsee-Triathlon - Das Rennen wird am 29. und 30. Juni bereits zum achten Mal ausgetragen und erreicht in diesem Jahr eine ganz neue Dimension. Denn die Veranstaltung ist jetzt ein Teil der neuen Spirit-Multisport-Serie, die in vier europäischen Ländern ausgetragen wird.


Die Serie umfasst neben dem Rennen am Chiemsee den Triathlon Portocolom in Mallorca (diese Veranstaltung fand bereits statt), den Alpe d’Huez-Triathlon in Frankreich (25. Juli) und den Trans Vorarlberg Triathlon in Österreich (25. August). »Das Besondere dabei ist, dass keines dieser Rennen aus dem Boden gestampft wurde. Alle Rennen haben einen ganz besonderen Charakter und sind mit ganz viel Herzblut gestaltet und über die Jahre in den Regionen gewachsen«, betonte Christine Waitz, Renndirektorin beim Eberl-Chiemsee-Triathlon.

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Sechs Profi-Teams sind am Start

Genau aus diesen Gründen fiel die Wahl auf diese vier Rennen. Das hob der Spirit-Multisport-Geschäftsführer Tom Sutton, Sohn von Trainer-Legende Brett Sutton, hervor. Er kam jetzt sogar extra an den Chiemsee, um die neue Serie vorzustellen. »Unser Ziel ist es, eine echte Alternative zu den aktuellen Triathlonangeboten zu bieten«, sagte Sutton bei der Pressekonferenz auf dem Wikingerschiff Freya in Prien. Sechs Profi-Teams duellieren sich dabei im ersten Jahr um den Sieg.

Im Hintergrund der Serie arbeiten dabei auch namhafte Triathleten mit. Als Team-Managerin mit dabei ist etwa die vierfache Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf. Zudem ist Nicola Spirig, Gewinnerin der Olympischen Gold und Silbermedaille, Mitbegründerin der Serie.

Als man für die neue Serie übrigens ein Rennen in Deutschland gesucht habe, »war der Chiemsee die einzige Wahl für uns«, betonte Tom Sutton. »Wir sind extrem stolz darauf, dass wir jetzt Partner sind«, ergänzte er und lobte die Organisatoren des Eberl-Chiemsee-Triathlons. »Hier ist alles perfekt organisiert.«

Dieses Lob gab Organisator Sven Hindl gerne zurück. »Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe und das ist auch nicht selbstverständlich.« Zudem spielte Hindl den Ball dann auch gleich weiter, denn ohne ein perfekt funktionierendes Team wäre diese Großveranstaltung nicht möglich. »Man kann unseren Sponsoren und unseren vielen Helfern nur Danke sagen. Man kann ihre Arbeit nicht oft genug honorieren.« Stellvertretend hob er dabei unter anderem die Triathlonabteilung des TSV Chieming um Abteilungsleiter Florian Fritzenwenger hervor. Sie können ihr Heimrennen aufgrund der vielen Arbeit im Hintergrund nicht einmal richtig genießen.

580 Helfer im Einsatz, 1500 Athleten am Start

Bei der mehrtägigen Veranstaltung in Chieming in diesem Jahr – neben dem Triathlon steigt ja am Donnerstag, 27. Juni, auch noch der Firmenlauf Chiemgau – werden diesmal rund 580 Helfer im Einsatz sein. Sie werden von 22 Teamleitern angeführt. Ein Rädchen greift dabei ins andere. Das sei angesichts von 1500 Teilnehmern aus 25 Nationen allein beim Triathlon und etlichen Zuschauern auch nötig, betonte Hindl. »Unsere Helfer sorgen dafür, dass die Athleten mit einem Lächeln in den Chiemgau kommen.«

Sehr zur Freude auch von Christian Fitzner. Der Chieminger Tourist-Info-Leiter freut sich jetzt schon »auf das ganz besondere Flair der Veranstaltung«. Der Chiemsee-Triathlon sei mittlerweile ein fester Bestandteil. »Und die Veranstaltung ist sehr authentisch für uns. Schwimmen, Radfahren und Laufen – das passt zu 100 Prozent zu uns.«

Für die Rennen am Sonntag – dort starten die Athleten über die Kurz- und die Mitteldistanz – gibt es übrigens keine Startplätze mehr. Die Volksdistanz startet wieder am Samstag und für den ersten Wettkampftag hat man mit der Mixed Team Relay auch ein neues Wettkampfformat im Programm. Die Mixed Team Relay sei »eine Wundertüte«, sagte Sven Hindl. »Für uns ist das neue Format auch organisatorisch ein großer Aufwand, aber wir wagen uns jetzt einfach mal daran.« Schließlich wird die Mixed Team Relay 2020 auch olympisch und weil es aktuell nur ganz wenige dieser Rennen gibt, übernimmt der Eberl-Chiemsee-Triathlon praktisch hier eine Vorreiterrolle. Dem Siegerteam – dabei muss bei drei Startern mindestens eine Frau dabei sein – winkt übrigens ein genialer Preis. Ein Jahr lang darf der Gewinner einen VW-Bus nutzen.

Neue Wege wollen die Organisatoren auch in Sachen Umweltschutz gehen. »Wir möchten Müll künftig vermeiden«, kündigte Sven Hindl an. Auf der Strecke werde es für die Athleten künftig etwa keine Papp- sondern Mehrwegbecher geben. Auch hier sei allein der logistische Aufwand enorm, betonte er. »Aber das ist es uns wert.«

Und für die Athleten gibt's bei guter Wetterlage auch noch ein besonderes Zuckerl. Das Wikingerschiff Freya wird rund um die Triathlon-Tage nämlich in Chieming ankern. Und in Anlehnung an das berühmte Coffee-Boat in Kona beim Ironman Hawaii – zu diesem können die Athleten beim Training schwimmen und einen Kaffee trinken – soll's dies jetzt auch am Chiemsee geben. Auf der Freya gibt's dann allerdings einen Schluck Weißbier. SB