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Hildegard Fakler auf der Überholspur

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Hildegard Fakler stellt noch bis zum 3. Oktober im Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche ihre Bilder aus.

Die zweite grandiose Ausstellung mit Gemälden von Hildegard Fakler präsentiert die Kulturfördervereinigung ARTS noch bis zum 3. Oktober im Traunsteiner Kunstraum Klosterkirche, die der weltweit agierende Kulturreferent Dr. Elmar Zorn, dessen Familie mit der Familie Fakler schon seit Generationen bekannt ist, kürzlich eröffnet hat.


»Das Besondere bei Hildegard Fakler ist zum einen, dass sie ihre Werke souverän und selbstsicher gestaltet«, erklärte Dr. Elmar Zorn. »Zum anderen vor allem, dass es ihr gelingt, den Betrachter in die Tiefen ihrer Bilder zu führen, die er unter der Fläche der Leinwand nicht vermuten würde und damit in eine Welt zu entführen, die er irgendwie kennt und doch nicht richtig, denn es handelt sich um die uns allen innewohnenden Möglichkeiten der gestaltenden Fantasie, die der Betrachter noch nicht konkret realisiert hat – aber die Künstlerin.«

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Besonders angetan war Dr. Elmar Zorn auch vom Kunstraum Klosterkirche, der ein ganz besonderes Ambiente biete, in dem etwas Außergewöhnliches passieren müsse: »Je mehr Bilder, desto besser. Die besondere Aura eines Gebets- und Ritualraumes ist zu spüren.« Hildegard Fakler fand ebenfalls rührende Worte für diesen ganz besonderen Kunstraum: »Mir ging ein leichter Schauer durch mein Herz. Der Gedanke daran, dass ich diesen Raum mit meinen Werken schmücken darf, erfüllt mich mit Dank und Freude. Können und Talent, ganz gleich welcher Prägung, sind immer ein Geschenk von oben.«

Hildegard Fakler wurde 1943 in Trier geboren und lebt seit 1968 in Traunstein. Zeit ihres Lebens ist künstlerische Betätigung ihre Leidenschaft. Doch erst in den letzten fünfzehn Jahren beschäftigte sie sich intensiv mit der Malerei, besuchte Studienhaft die Kunstakademie Bad Reichenhall. Sie scheint mit Herzblut zu malen: stark, pulsierend, temperamentvoll und feurig – aber auch sanft, geradezu zärtlich und liebevoll streicht sie mit dem Malerpinsel über die Leinwand.

Dabei erstaunlich ist, dass jedes ihrer Bilder anders in Farbe, Stil, Malweise und Sujet ist. »Ein Bild entwickelt sich von selbst«, sagt Hildegard Fakler. Somit lässt sie ihren Emotionen immer freien Lauf und entwickelt die phänomenale Vielfalt der Ansichten. Oft entstehen Bilder von emotionaler Explosion, getränkt mit blutroter Farbe. Bei dieser Bildershow, die Hildegard Fakler hier bietet, wird es dem Betrachter garantiert nicht langweilig. Die Spannung steigt immer wieder aufs Neue und das Betrachten wird zum Erlebnis, denn die Künstlerin lässt Raum für eigene Interpretationen, eigene Emotionen, die sogar erwünscht sind.

»In der Kunst gibt es nicht Groß und Klein, sondern nur gute und schlechte Kunst«, betonte Dr. Elmar Zorn in seinen Schluss-Sätzen. »Und Hildegard Faklers Kunst ist, wie sich alle ausreichend überzeugen können in dieser Präsentation, wahrhaft gut.«

Hildegard Fakler hat sich beachtlich vom künstlerischen Grünschnabel mit viel Fleiß weiterentwickelt und befindet sich längst auf der Überholspur. Ihre neuen Bilder dürften noch viele Besucher zu einem spannenden Kopfkino anregen, bei dem der Überraschungseffekt nicht ausbleibt.

Gabriele Bauer-Will (Blockflöte) und Elisabeth Nagl (Klavier) gestalteten die Ausstellungseröffnung musikalisch mit Opernmelodien von Verdi, Donizetti und Mozart.

Diese ganz besondere Ausstellung ist noch bis zum 3. Oktober von Mittwoch bis Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr, samstags von 11 Uhr bis 16 Uhr und Sonntag von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Josée Massong

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