Hilfe für kleine Rehe im hohen Gras

Rehkitz
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Dieses Rehkitz versteckt sich auf einer Wiese. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa Foto: dpa

Eine Wiese mit hohem Gras. Wer davor steht, sieht erst mal nichts anderes. Doch in dem Gras können sich Tiere versteckt halten, junge Rehkitze etwa. Bei Gefahr ducken diese sich flach auf den Boden und bleiben erst mal ruhig liegen.


Dieses Verhalten hilft, um sich vor Feinden zu schützen. Aber es kann auch gefährlich sein. Wenn ein Bauer das Gras auf der Wiese mit einer Mähmaschine mäht, sieht er die versteckten Tiere gar nicht oder zu spät. Häufig sterben deswegen Rehkitze.

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Damit das nicht passiert, können Landwirte und Jäger Drohnen einsetzen. Diese sind mit Wärmebild-Kameras ausgestattet. Solche Kameras zeigen Temperaturen. Weil der Körper der Tiere Wärme abgibt, können die jungen Rehe mit den Kameras gefunden werden.

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen haben Jäger für die Anschaffung gerade Geld bekommen. Wird ein Kitz gefunden, wird es vorsichtig mit Grasbüscheln umfasst und in einem Wäschekorb von der Wiese getragen. Fachleute sagen: Man darf die jungen Tiere nicht mit den Händen anfassen, weil sie sonst den Geruch von Menschen annehmen. Dann besteht die Gefahr, dass die Mutter das Rehkitz später verstößt.

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