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Hintergründe zur Übung

Die spektakuläre Brandbekämpfung und Verletzten-Rettung dauerte zwar nur etwa eine Stunde, doch insgesamt erstreckte sich die Übung über zwei Tage. Eingebunden in vielfältige Aufgaben im Rahmen der Übung waren auch die rund 80 Teilnehmer von vier seit 14 Tagen laufenden Seminaren des Fortbildungsinstituts der Bayerischen Polizei. Neben einem so genannten »Ad-hoc-Lagen-Seminar« und einem Stabsseminar für den Führungsstab ging es um die Themen »Presse- und Öffentlichkeitsarbeit« sowie »Große Schadensereignisse«.

Alex Schraml, der sonst Pressesprecher im Polizeipräsidium Niederbayern ist, leitete eine »mobile Pressestelle« an der Straße Hammerau-Bichlbruck für die »gespielten« Journalisten. Als er um 8.20 Uhr mit drei Kollegen am Absturzgebiet eintraf, war bereits die ganze Sensationspresse vor Ort und musste immer wieder von Beamten aus dem abgesperrten Bereich geführt werden. Um 8.45 und um 9.05 Uhr gaben die »Pressebetreuer« die ersten »O-Töne« an die »Medienvertreter« heraus. Letztere beschwerten sich immer wieder, weil sie nicht auf das Absturzareal durften und keine genaue Zahl der Toten und Verletzten erfuhren.

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Eine große »Pressekonferenz« im Forstbildungsinstitut war dann um 11.30 Uhr angesetzt. Am ersten Tag sollen alle »Toten« geborgen und in die Kühlhalle gebracht werden, am zweiten Tag stand deren Identifikation auf der Tagesordnung. Und es galt, alle Faktoren abzuklären, die zu dem Unglück beitrugen, etwa, dass die Fluggesellschaft knapp bei Kasse war und statt eines Flugzeugmechanikers einen Automechaniker einsetzte. vm