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Hintergrund: Camp David

Washington (dpa) - Die US-Regierung hat den Gipfel der G8-Staaten aus einem einzigen Grunde nach Camp David verlegt: Dort sind die Granden ungestört. Eineinhalb Autostunden von Washington entfernt, mitten auf Land - Demonstranten haben nicht den Hauch einer Chance, den Mächtigen zu nahe zu kommen.

Camp David
Der damalige US-Präsident George W. Bush (r) und der Südkoreanische Präsident Lee Myung Bak am 19.04.2008 in Camp David. Foto: Dennis Brack / Archiv Foto: dpa

Camp David, seit den 40er Jahren offiziell Wochenendsitz der amerikanischen Präsidenten, steht für Ruhe, Abgeschiedenheit und Kaminfeueratmosphäre.

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Richtig berühmt wurden die schwer bewachten Blockhäuser 1978, als sich der Israeli Menachim Begin und der Ägypter Anwar el Sadat dort die Hand zur Versöhnung reichten. Noch heute wird der Vertrag über die Räumung der Sinai-Halbinsel kurz «Camp David» genannt. Gastgeber war damals Jimmy Carter. Allerdings gab es auch Rückschläge: Im Jahr 2000 scheiterte «Camp David II», der Versuch von Bill Clintons, Palästinenserchef Jassir Arafat und den Israeli Ehud Barak zum Friedensschluss zu bewegen.

Als ersten hohen Gast empfing Präsident Franklin D. Roosevelt dort 1943 den britischen Kriegspremier Winston Churchill. Dwight D. Eisenhower bewirtete 1959 den sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow. Heute gibt es dort auch einen Swimmingpool, Golf- und Tennisplätze plus hochmoderne Kommunikationstechnik.

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