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Hintergrund: Das Massaker von Oslo und Utøya

Berlin (dpa) - Am 22. Juli 2011 tötete der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und einem anschließenden Massaker auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen.

Utoya
Die norwegische Insel Utoya in einer Luftaufnahme. Foto: Lasse Tur Mapaid AS Foto: dpa

Die meisten Opfer waren Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, die auf Utøya an einem Sommerlager der norwegischen Jungsozialisten teilnahmen.

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Die zuvor im etwa 40 Kilometer entfernten Oslo gezündete Autobombe sollte die Polizei ablenken. Hier wurden acht Menschen durch die Wucht der Detonation und Trümmer getötet. Die Explosion verwandelte Teile der Innenstadt in eine Trümmerlandschaft. Auch das Büro von Ministerpräsident Jens Stoltenberg wurde verwüstet.

Breivik hat die Taten zugegeben. In seinem Geständnis bezeichnete der inzwischen 33-Jährige die Morde als «grausam, aber notwendig». Als Tatmotiv nannte der rechtsradikale Attentäter Hass auf den Islam und die regierenden Sozialdemokraten. Seine Anschläge plante er nach eigenen Angaben neun Jahre lang. Vor dem Massaker stellte er ein 1500-seitiges Manifest ins Internet, das sich unter anderem gegen «Kulturmarxismus» und die Einwanderung von Muslimen richtet.