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Hintergrund: Die Rote Armee Fraktion

Berlin (dpa) - Mehr als zwei Jahrzehnte lang war die Rote Armee Fraktion (RAF) in Deutschland der Inbegriff von Terror, Gewalt und Mord. Ihrem «bewaffneten Kampf» gegen das «imperialistische System» fielen mehr als 30 Menschen zum Opfer - darunter hohe Repräsentanten von Wirtschaft und Politik.

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Das Logo der RAF: Stern und Waffe. Mehr als 30 Menschen wurden von den Linksextremisten ermordet. Foto: dpa

Die RAF löste sich 1998 auf, viele ihrer Verbrechen wurden nie aufgeklärt. Vorläufer der RAF war die nach dem Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baader und der Journalistin Ulrike Meinhof benannte Baader-Meinhof-Gruppe.

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Zu den Opfern der Linksterroristen gehörten unter anderen Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer (1977), MTU-Vorstandschef Ernst Zimmermann, (1985), Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts (1986), der Diplomat Gerold von Braunmühl (1986), Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

Während weltweit nach RAF-Terroristen gefahndet wurde, ermöglichte die Stasi zehn von ihnen ein bürgerliches Leben mit falschen Identitäten in der DDR. Zu den erst nach der Wende Enttarnten gehörten Susanne Albrecht, Silke Maier-Witt und Inge Viett.