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Hintergrund: Jugendkriminalität in Berlin

Berlin (dpa) - In Berlin wurden 2012 genau 24 628 Tatverdächtige unter 21 Jahren registriert. Das war der niedrigste Stand seit 1991, wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr hervorgeht.

Trauer am Kaiserdamm
Freunde, Angehörige und Passanten trauern am 19.09.2011 am Kaiserdamm in Berlin an der Stelle, wo ein junger Mann auf der Flucht vor Schlägern vor ein Auto gelaufen war. Foto: Robert Schlesinger/Archiv Foto: dpa

Zu den häufigsten Delikten gehörten Körperverletzung, Diebstahl, Raub und Sachbeschädigung. Der Anteil jugendlicher Verdächtiger an allen Tatverdächtigen lag bei 18,8 Prozent. 17,3 Prozent der Berliner Bevölkerung sind jünger als 21.

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Knapp 71 Prozent der Verdächtigen bis 21 Jahre waren Deutsche, rund 29 Prozent waren nichtdeutscher Herkunft. Zugleich haben knapp 11 Prozent der Unter-21-Jährigen in der Hauptstadt keinen deutschen Pass. Die Kriminalität junger Menschen wird laut Polizei häufig als «episodenhaft» beim Erwachsenwerden eingeschätzt. Problematisch werde es aber, wenn sich kriminelles Verhalten verfestige.

Laut Statistik ist die Gewalt von Jugendgruppen in der Hauptstadt zurückgegangen. Damit werden Straftaten erfasst, die von mindestens zwei Verdächtigen bis zu 21 Jahren begangen werden. Hier ging 2012 bei Körperverletzung und schwerer Körperverletzung die Zahl der Fälle auf 712 zurück. Das entsprach laut Polizei einem Minus von rund 17 Prozent gegenüber 2011.

Mehrere Täter zusammen würden häufig auch Sachbeschädigungen oder Raube verüben. Laut Polizei existieren aber kaum noch feste Gruppen, vielmehr sei es üblich, sich spontan über Facebook zu verabreden. Die Verurteilung von Rädelsführern könne aber «eine nicht zu unterschätzende abschreckende Wirkung haben», so die Ermittler.

Kriminalstatistik 2012 für Berlin