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Hintergrund: Selbstanzeige hilft nur begrenzt

Berlin (dpa) - Wer sich wegen Steuerhinterziehung selbst anzeigt, bleibt nur dann straffrei, wenn die Behörden von dem Fall bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts wussten - und es sich um maximal 100 000 Euro handelt. Sind die Ermittlungen bereits im Gang, ist der Zug für den Steuersünder abgefahren.

Steuererklärung
Lieber eine saubere Einkommenssteuererklärung als eine Selbstanzeige mit zweifelhaftem Ausgang. Foto: Armin Weigel/Archiv Foto: dpa

Bis dahin räumt das Gesetz die Möglichkeit ein, dem Finanzamt die nicht-erklärten Einkünfte nachzumelden. Dann aber vollständig.

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Bei Steuerhinterziehung drohen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren. In besonders schweren Fällen können es sogar bis zu zehn Jahre sein. Laut Bundessteuerberaterkammer verjährt Steuerhinterziehung in schweren Fällen erst nach zehn Jahren.

Bei Selbstanzeige bleiben nach dem Schwarzgeldbekämpfungsgesetz von 2011 nur noch Hinterziehungsbeträge bis 50 000 Euro pro Vorgang straffrei. Bis 100 000 Euro kann von einer Strafe dann abgesehen werden, wenn der Betroffene neben den Verzugszinsen von 0,5 Prozent pro Monat einen Zuschlag von fünf Prozent auf die hinterzogenen Steuern zahlt.

Schwarzgeldbekämpfungsgesetz