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Historisches 2:0 für Nordirland - Ukraine ausgeschieden

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Grüner Wahnsinn
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Nordirland genießt den Augenblick: Sein Tor wird Gareth McAuley (l) in dem kleinen Land unsterblich machen. Foto: Robert Ghement Foto: dpa
Enttäuschend
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In der ersten Halbzeit spielt sich vor den Toren extrem wenig ab, Craig Cathcart hat für die Nordiren vielleicht noch die beste Gelegenheit. Foto: Mast Irham Foto: dpa
Planlos
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Überraschend vor allem die Planlosigkeit der Ukrainer. Wjatscheslaw Schewtschuk gefällt das ebenso wenig. Foto: Robert Ghement Foto: dpa
Augenblick
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Nach dem Wiederanpfiff passiert dann Historsches. Gareth McAuley bekommt eine Flanke von Oliver Norwood auf den Kopf. Foto: Yuri Kochetkov Foto: dpa
Kopfball
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Tatsächlich fliegt der Ball auf das Tor zu. Foto: CJ Gunther Foto: dpa
Premiere
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Der Abwehrspieler von West Bromwich Albion erzielt für Nordirland das erste EM-Endrundentor der Geschichte. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Unterbrechung
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Schiedsrichter Pavel Kralovec fällt nicht weiter auf, bis er bei einem Hagelschauer beide Teams für einige Minuten in die Katakomben bittet. Foto: Robert Ghement Foto: dpa
Rutschig
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Sein Schlussmann Michael McGovern bekommt letztlich alles in den Griff - auch als es rutschiger wird, hält er stark. Foto: Yuri Kochetkov Foto: dpa
Verwirrung
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Für eine weitere ungewollte Unterbrechung sorgte eine kuriose Wechselszene, keiner der Briten wollte den Platz verlassen. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa
Unfassbar
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Unbeeindruckt von der langen Nachspielzeit trägt sich Niall McGinn sogar als zweiter Torschütze für Nordirland ein. Foto: CJ Gunther Foto: dpa

Lyon (dpa) - Im Dauerregen von Lyon hat Nordirland einen historischen Sieg gefeiert. Ein Kopfballtreffer von Gareth McAuley (49. Minute) und ein Tor von Niall McGinn (90.+6) bescherten dem Endrunden-Neuling den 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die Ukraine und gute Aussichten auf das Weiterkommen.


»Ich bin sehr stolz darauf, wie meine Jungs nach dem Polen-Spiel reagiert haben. Das war ein großartiger Erfolg«, befand Trainer Michael O'Neill. Nach dieser »fantastischen Leistung« sei sein Team nun »richtig bei der EM angekommen«.

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Vor 51 043 Zuschauern im Stadion von Lyon zeigten die Nordiren eine kämpferisch starke Leistung, auch offensiv lief gegen eine enttäuschende ukrainische Mannschaft viel mehr zusammen als noch zum Auftakt gegen Polen. »Wir wollten nicht hierherkommen und es einfach wegschmeißen. Das war eine Leistung, auf die jeder einzelne Spieler stolz sein kann«, kommentierte McAuley.

Die Ukraine ist vor dem letzten Gruppenspieltag als erstes Team bei der EM ausgeschieden. Die abschließende Partie gegen Polen ist für die Ukrainer sportlich bedeutungslos. Trainer Michail Fomenko hielt sich nach der schwachen Leistung mit Kritik nicht zurück. »Die Spieler waren heute nicht vereint genug, sie haben die Anforderungen nicht erfüllt«, kommentierte er und befand: »Wir waren nicht gut genug vorbereitet in psychologischer Hinsicht.«

Nordirland, Deutschlands letzter Gruppengegner am nächsten Dienstag, verzichtete in der vorentscheidenden Partie von Beginn an überraschend auf seinen besten Stürmer Kyle Lafferty, der beim 0:1 im ersten Spiel gegen Polen wie seine Offensivkameraden kaum hatte Akzente setzen können. Immerhin hatte Stuart Dallas gegen die Ukrainer schon in der 4. Minute eine Torgelegenheit.

Die Osteuropäer schöpften aus ihrer starken Phase beim 0:2 gegen Deutschland Mut und setzten auf die vertraute Flügelzange mit Jewgeni Konopljanka und Andrej Jarmolenko. Lediglich in der Sturmspitze kam Routinier Jewgeni Selesnjow am Donnerstag neu in die Anfangself. Über die Außenpositionen, vor allem über die rechte Seite, suchten die Ukrainer ihre Möglichkeiten, hatten aber kaum gefährliche Torszenen. Ein Distanzschuss von Jaroslaw Rakizki (23.) blieb lange Zeit die einzige Torchance.

Die Regengüsse in einer schwachen Partie schienen eher die kampfstarken Nordiren zu beflügeln und das Angriffsspiel ein wenig zu beleben. Craig Cathcart mit einem Kopfball in der 34. Minute und Steven Davis mit einem Schuss aus spitzem Winkel (42.) hatten zwei gute Gelegenheiten.

Besser machte es McAuley, der nach einem Freistoß von Oliver Norwood per Kopf den Führungstreffer und damit unter dem Jubel der Fans das erste EM-Tor Nordirlands überhaupt erzielte. Schon im Gegenzug hatte Selesnjow die Ausgleichschance, ehe Schiedsrichter Pavel Kralovec die Partie wegen heftiger Hagelschauer für etwa drei Minuten unterbrechen musste. Im Kabinengang wechselten einige Spieler die nassen Trikots, dann wurden die Wetterbedingungen schnell besser.

In der Schlussphase drückten die Ukrainer auf den Ausgleich, doch Viktor Kowalenko verfehlte das Tor mit einem Distanzschuss, auch Jarmolenko scheiterte knapp. In der Nachspielzeit entschied McGinn stattdessen die Partie.

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