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Hits und Evergreens auf eigene Art

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Mit bekannten Folksongs, Evergreens, eigenen Arrangements und Liedern begeisterten Michael Schankweiler aus Grabenstätt und Resi Mühlbacher aus St. Leonhard bei ihrem Benefizkonzert für den Förderverein »Reiten für Behinderte« in der Theater-Strickerei Grabenstätt. Unterstützt wurden sie bei einigen Liedern von Mühlbachers Tochter Ramona (rechts). (Foto: Müller)

Ein umjubeltes Benefizkonzert für den Förderverein »Reiten für Behinderte« gab die Band »Folk & More« mit Michael Schankweiler aus Grabenstätt und Resi Mühlbacher aus St. Leonhard in der bis auf den letzten Platz besetzten Theater-Strickerei in Grabenstätt.


Rekordverdächtige 95 Besucher hatten sich trotz Fußball-WM eingefunden. Das kongeniale Duo Schankweiler und Mühlbacher spielte Folksongs im Stil von Neil Young und Bob Dylan und legendäre Evergreens. Präsentiert wurden auch viele eigene Stücke aus der Feder von Schankweiler, der nicht nur gesanglich überzeugte, sondern auch als Gitarrist und Klaviervirtuose. Bassgitarristin und Sängerin Mühlbacher stand ihm in nichts nach – sie harmonierten prächtig.

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Eröffnet wurde das gut zweistündige Konzertprogramm mit dem Evergreen »The Boxer« von Simon & Garfunkel. Es folgten viele weitere Songs, die Schankweiler und Mühlbacher auf ihre eigene, unverwechselbare Art interpretierten. Ob nun Reinhard Meys »Ich bin aus jenem Holze geschnitzt«, Neil Youngs »Harvest« oder »Nieder mit dem Freibier« von Fredl Fesl – die Zuhörer waren hörbar begeistert und amüsiert. Unterstützung erfuhren sie immer wieder von Mühlbachers talentierter Tochter Ramona. Ausgestattet mit einer ungemein ausdrucks- und gefühlvollen Stimme wird man sicherlich noch viel von der jungen Sängerin hören.

Als Überraschungsgast trat der mit »Folk & More« befreundete Musiker Günter Ermann aus Nürnberg auf. Der »fränkische Barde«, wie ihn Moderator Schankweiler bezeichnete, ging seit 2016 bereits zweimal beim »Deutschen Rock und Pop Preis« als Gewinner hervor. »Auf dich baua« war sein Lied des Abends, das zu dritt vorgetragen wurde. Mit der Zugabe »Bergwerk« von Reinhard Fendrich trafen Resi und Ramona Mühlbacher das Publikum tief ins Herz, bevor sich Schankweiler mit den beiden noch gekonnt und mit eigener Note bei seinem Vorbild Neil Young mit dem Song »Comes a Time« verbeugte.

Der Konzert-Reinerlös von 933 Euro kommt nun in vollem Umfang dem Förderverein »Reiten für Behinderte« zugute. »Unser Förderverein wurde vor 18 Jahren gegründet, als die Krankenkassen die Reittherapie aus ihrem Heilmittelkatalog gestrichen haben und die Kosten für die Therapie von nun an selbst getragen werden mussten«, betonte Schriftführerin Angelika Drost und erinnerte daran, dass viele Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkung die Kosten für eine kontinuierliche Therapie nicht aufbringen könnten.

»Die Reittherapie in ihren verschiedenen Formen ist eine einzigartige Therapie, die durch keine andere ersetzt werden kann«, so Drost. Die Einzigartigkeit sei das Pferd als Co-Therapeut mit all seinen Sinnen und Reaktionen. Es nehme den Menschen, der ihm begegne, so an, wie er sei und zeige ihm wertfrei durch sein Verhalten, ob die Verständigung klappe. Auch ältere, therapiemüde Kinder und Jugendliche, die von Kindheit an in Behandlung seien, kämen mit Begeisterung zur Reittherapie. Derzeit bezuschusst der Förderverein etwa 60 Menschen mit 50 Prozent der entstandenen Kosten. Markus Müller