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Hochklassige Musik und gute Unterhaltung

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Das Ensemble »Windcraft« (von links) mit Bernd von Hösslin (Trompete und Moderation), Christian Bergmann (Horn), Florian Schachtner (Tuba), Peter Dalen (Posaune) und Christoph Eisert (Trompete) bei seinem umjubelten Auftritt in der Grabenstätter Schlosshalle. (Foto: Müller)

Für beste Unterhaltung und hochklassige Musik hat das Ensemble »Windcraft« bei seinem Auftritt in der Schlosshalle Grabenstätt gesorgt. Die fünf Ausnahmemusiker Bernd von Hösslin (Trompete), Peter Dalen (Posaune), Florian Schachtner (Tuba), Christoph Eisert (Trompete) und Christian Bergmann (Waldhorn), Dirigent der Musikkapelle Grabenstätt, hätten auch als Windmacher und erneuerbare Energiequellen ein Riesenpotenzial.


»Einen bunten Strauß aus Melodien, fast schon wie bei einem Kurkonzert, mit klassischen Akzenten«, hatte der unterhaltsam moderierende Trompeter Hösslin den Besuchern eingangs versprochen und diese sogar am Ablauf des Abends mitwirken lassen. Die Gäste entschieden sich indes für eine Stunde »Nonstop-Konzert« und verzichteten auf die in Aussicht gestellte Pause. »Dafür muss ich jetzt zwischen den Stücken etwas länger reden, damit wir wieder Luft haben«, ließ Hösslin mit einem Schmunzeln verlauten.

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Zuvor hatten er und seine Kollegen mit »Deus in adjutorium« aus der Marienvesper von Claudio Monteverdi und dem »Präludium und Fuge B-Dur« von Johann Sebastian Bach für zwei erste Glanzpunkte gesorgt. Anschließend blieben sie zunächst in derselben Zeit und ließen das »Hallelujah« aus dem »Messias« des deutsch-britischen Komponisten Georg Friedrich Händel erklingen.

»Nun schauen wir, wie weit wir gehen können, wie weit wir es treiben können«, steigerte Hösslin die Spannung im Publikum. Die folgende Ouvertüre aus der »Hochzeit des Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart war ein wahrer Genuss, aber für die Musiker eine schweißtreibende Angelegenheit. Anstatt der ersehnten Abkühlung gab es warmen Applaus, aber auch den nahmen sie gerne mit.

Mit »An American in Paris« von George Gershwin machten sie dann einen großen Zeitsprung ins Amerika der 1920er Jahre. Neben der »Rhapsody in Blue« zählt die Komposition zu Gershwins populärsten Werken. Beim ersten Ausflug in die Filmmusik genossen die Gäste ein wunderbares Medley mit bekannten Kinderfilmmelodien aus der Sesamstraße, Biene Maja, Wickie und die starken Männer, der Sendung mit der Maus, Familie Feuerstein, Augsburger Puppenkiste, Paulchen Panther, Pippi Langstrumpf, Tom und Jerry sowie der Muppet Show. Die »Bravo«-Rufe kamen nicht von ungefähr.

Für Begeisterung sorgte auch der Soundtrack zum US-Kinofilm »Fluch der Karibik«. Nachdem bei »Minnie the Moocher« von Cab Calloway sogar gesungen wurde, gab es mit »Comedy tonight« von Stephen Sondheim und »Cantina Band« von John Williams noch zwei klasse Zugaben zu hören. »Allen, die heute daheim auf dem Sofa geblieben sind, soll es so richtig reuen«, meinte Bürgermeister Georg Schützinger voller Begeisterung. Markus Müller