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Hochspannung beim Seitensprung des Jennerstiers

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Jetzt aber schnell: Stefan Knopf in Action. (Foto: Waßmuth)

Der Jennerstier auf fremden Terrain: Wegen des Baus der Jennerbahn fand das traditionsreiche Skibergsteigerrennen in seiner 13. Runde am Samstag und Sonntag am Obersalzberg statt. Die Nase vorne hatten jeweils heimische Athleten.


Am Samstag fand erstmalig in Deutschland ein Skitouren-Sprintwettkampf am Gutshof statt. Jeder Teilnehmer musste die etwa einen Kilometer lange Strecke mit 65 Höhenmetern im Prolog so schnell wie möglich bewältigen.

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Anschließend liefen die schnellsten Teilnehmer zu sechst gegeneinander in KO-Finalrunden. Gewonnen haben Josef Huber aus Berchtesgaden und Johanna Erhart aus Österreich. Die sportlichen Leistungen waren auf höchstem Niveau. Die überraschend vielen Zuschauer waren begeistert. Und spätestens, als Favorit Jakob Herrmann im Halbfinale ausschied, war alles möglich. Den allgemeinen Herrensieg holte sich schließlich der Berchtesgadener Josef Huber vor Stefan Knopf aus Bischofswiesen und dem Salzburger Alexander Brandner.

Die dramatischste Entscheidung fiel ohne Zweifel bei den Damen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen entschied die Schladmingerin Johanna Erhart das Rennen für sich, Ina Forchthammer aus St. Johann im Pongau landete auf Platz 2 vor Michaela Essl aus Abtenau. In den weiteren Klassen siegten bei den Masters Markus Stock (AUT) und Michaela Bretow (GER), bei den Junioren George Coltea (ROM) und Theresa Grassl aus Ramsau, bei den Cadeten Andreas Mayer (AUT) und Antonia Stöger aus Schönau am Königssee.

Am Sonntag traten knapp über 100 Starter am Jenner in der Disziplin Vertical gegeneinander an. Mit dem Start oberhalb der Jennerbahn Talstation ging es in 2,5 Kilometer und knapp 600 Höhenmeter der Talabfahrt entlang bergauf, bis zum Ziel am Beckhaus. Jakob Herrmann hat diese bei den Herren in 21:03,44 Minuten am schnellsten bewältigt, 30 Sekunden vor Lokalmatador Thomas Trainer.

Bei den Damen siegte die Pinzgauerin Sarah Dreier mit 27:30,63 Minuten knapp vor dem schwedischen Geschwisterpaar Sanna und Lina Elkott Helander. »Wir haben uns kurzfristig entschlossen mitzugehen«, erzählten die beiden Schwedinnen. In der Mastersklasse ging bei den Herren der Sieg an Olaf Schober, bei den Damen an Rowi Frank (beide GER). Die Junior-Klasse gewannen David Sambale (GER) und Lea Horngacher (AUT), die Cadet-Klasse George Jinga (ROM) und Sophia Weßling (GER).

Beim Jennerstier wurden auch die deutschen Meistertitel im Vertical Race vergeben. Bei den Herren ging er an Thomas Trainer. Bei den Damen holte sich die Allgäuerin Alexandra Hagspiel den Titel. Die Mastersklasse gewannen Olaf Schober und Rowi Frank. In der Jugendklasse gehen die Titel an Theresa Grassl und David Sambale. cfs