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Überarbeitete Planung findet Zustimmung des Teisendorfer Gemeinderats – Freies WLAN im Schwimmbad

Hochwasserschutz am Ramsauer Bach

Teisendorf – Um bei Überschwemmungen Schäden vorzubeugen, will die Gemeinde Teisendorf Maßnahmen zum Hochwasserschutz beim Ramsauer Bach ergreifen. Das auch vor dem Hintergrund, dass laut Bürgermeister Thomas Gasser die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Sur mit dem Bau eines zweiten Deichs erst abgeschlossen werden können, wenn der Wasserschutz am Ramsauer Bach gesichert ist. Das Ingenieurbüro Aquasoli aus Siegsdorf hat im Auftrag der Gemeinde mehrere Varianten durchgeplant und sie dem Gemeinderat vorgestellt.

Diese Brücke an der Bahnhofstraße soll erneuert werden. (Foto: Konnert)

Der Ramsauer Bach zeigt sich den Teisendorfern meist als kleines Bächlein, das in vielen, oft ausladenden Kurven träge dahinfließt. Er entsteht im Höglwörther See und mündet im Teisendorfer Ortsteil Karlsbach in die Sur. Wenn der Bach bei Hochwasser deutlich anschwillt, kann er zum Problem werden. Er verursacht Überschwemmungen und bringt der Sur das Wasser, das dort sprichwörtlich »das Fass zum Überlaufen bringt«. Auch die Brücke über die Staatsstraße durch Teisendorf, die Bahnhofstraße, ist oft in Mitleidenschaft gezogen.

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Laut Florian Pfleger vom Ingenieurbüro Aquasoli gibt es mehrere Möglichkeiten, um hier Abhilfe zu schaffen. Von den sechs vorgestellten Varianten fand vor allem eine die volle Zustimmung der Gemeinderäte, weil sie den größten Schutzeffekt bei den im Vergleich geringsten Eingriffen in die Natur beinhaltet. Diese Variante beinhaltet den Neubau der Brücke an der Bahnhofstraße im Ortsteil Karlsbach, den Bau eines Wildholzrechens vor der Brücke, den Bau einer rund 50 Zentimeter hohen Hochwasserschutzwand sowie den technischen Gewässerausbau ab der Brücke bis zur Einmündung in die Sur. In der Nähe des Sportplatzes wird zudem ein Rückhaltebauwerk vorgeschlagen, das so gestaltet werden soll, dass die Fläche auch landwirtschaftlich genutzt werden kann. Dort kann bei Hochwasser ein Teil der Wassermengen zurückgehalten werden.

Nachdem der Gemeinderat für diese Variante gestimmt hat, sollen nun die naturschutzfachlichen Kartierungen und Untersuchungen erfolgen. Die Anlieger sollen rechtzeitig informiert und mit einbezogen werden. Auch eine Baugrunduntersuchung ist notwendig. Nach der Abstimmung der technischen Planung und der naturschutzfachlichen Fragestellungen mit den Fachbehörden wird die Planung öffentlich vorgestellt. Als nächster Schritt ist geplant, einen Zuwendungsantrag mit Antrag auf vorzeitigen Baubeginn zu stellen. Sollte dieser bewilligt werden, erfolgt der Baubeschluss durch den Gemeinderat. Auf Nachfragen aus dem Gemeinderat nannte Florian Pfleger als möglichen frühestens Baubeginn das Frühjahr 2020. Die effektive Bauzeit sei nicht lang, allerdings müsse man im Vorfeld die Zeiträume für die unterschiedlichen Genehmigungen berücksichtigen. Notwendige Mittel für die Hochwasserschutzmaßnahmen am Ramsauer Bach sind bei den Haushaltsplanungen der Marktgemeinde für die nächsten Jahre berücksichtigt.

Am Rande der Gemeinderatsitzung wurde außerdem mitgeteilt, dass mit Beginn der neuen Saison im Schwimmbad Teisendorf allen Besuchern freies Wlan zur Verfügung steht. kon