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Hockey-Herren gegen Niederlande - Fürste: »100 Prozent«

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Thilo Stralkowski (r) setzt sich gegen den Tschechen Martin Capouch durch. Foto: Julien Warnand Foto: dpa
Abspiel
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Christopher Wesley (l) kann den Ball vor dem Tschechen Czech Andrej Vudmaska spielen. Foto: Olivier Hoslet Foto: dpa
Angriff
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Tschechiens Martin Hanus (l) attackiert den Deutschen Olivier Korn. Foto: Julien Warnand Foto: dpa
Durchgesetzt
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Tschechiens Martin Hanus (l) kann Olivier Korn nicht am Schuss hindern. Foto: Julien Warnand Foto: dpa
Ballverteidigung
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Marco Miltkau (r) setzt sich gegen den Tschechen Martin Lehovec zur Wehr. Foto: Julien Warnand Foto: dpa
Ballbesitz
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Marco Miltkau (l) lässt den Tschechen Jakub Kyndl ins Leere laufen. Foto: Julien Warnand Foto: dpa

Boom (dpa) - Spiel auf ein Tor und Halbfinale wie immer, aber Probleme bei Strafecken und viele vergebene Chancen: Deutschlands Hockey-Herren sind trotz ihrer Suche nach der Bestform wie erwartet auch im 14. Anlauf in die Vorschlussrunde einer Europameisterschaft gestürmt.


Im Halbfinale werden sie in der Neuauflage des Olympia-Finales von London 2012 (2:1) einmal mehr von den Niederlanden herausgefordert. »Wir sind jetzt da, wo wir hinwollten. Hätte das nicht geklappt, wäre es einer Tragödie gleichgekommen«, sagte Kaptän Moritz Fürste nach dem viel zu knapp ausgefallenen 3:0 (2:0)-Erfolg über Tschechien. Er hofft, dass sein Team wie beim Olympiasieg in der entscheidenden Turnierphase das Optimum abrufen kann. »Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, also müssen wir den Rest noch auspacken.«

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Zumal im Semifinale mit dem Erzrivalen aus Holland ein anderes Kaliber auf den Titelverteidiger wartet. Gastgeber Belgien gegen England lautet das zweite Duell um den Finaleinzug. »Am liebsten wäre mir die Mongolei, aber ich habe ja keinen Wunsch frei«, sagte Markus Weise. Der Bundestrainer war kurz angebunden und verstimmt, da die Referees ihn in der zweiten Halbzeit auf die Tribüne schickten. »Es war ein schöner sonniger Nachmittag«, meinte Weise. Und er sei froh über das Weiterkommen. »Ob 3:0 oder 7:2 ist egal. Wir freuen uns.«

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Duell der DHB-Damen mit Belgien boten Fürste & Co. gegen gnadenlos unterlegene Tschechen 70 Minuten lang Einbahnstraßen-Hockey. In der einseitigen Partie vor 2000 Zuschauern trafen trotz vieler Chancen nur Mats Grambusch (7.), Oskar Deecke (27.) und Marco Miltkau (42.) für den Olympiasieger.

Bei hochsommerlichen Temperaturen von um die 30 Grad entwickelte sich von Beginn an ein Spiel mit hohem Tempo und fast ausschließlich auf das Tor von Filip Neusser. Der tschechische Keeper erwies sich als Meister seines Fachs und verhinderte schon vor dem 1:0 einige deutsche Treffer. Auch bei insgesamt sieben ungenutzten Strafecken, bei denen der Titelverteidiger noch viel Luft nach oben hat, war er auf dem Posten. Der deutsche Druck blieb extrem hoch und wurde mit dem 2:0 belohnt. Thilo Stralkowski (34.) traf auch noch die Latte.

Nach dem Wechsel hieß es weiter Deutschland kontra Neusser. Tschechiens Bester verhinderte mit vielen Glanzparaden ein Debakel. Auf der anderen Seite gab es eine feine Geste von Weise, als er Ersatzmann Felix Reuß für den beschäftigungslosen Nicolas Jacobi für 15 Minuten ins Tor schickte. Dann musste er selbst auf die Tribüne.

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