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Hoffenheim erhöht »Druck auf die Liga« und auf Dardai

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1899 Hoffenheim - Hertha BSC
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Hoffenheim-Torschütze Nadiem Amiri (3.v.l.) nimmt Maß. Foto: Uwe Anspach Foto: dpa

Hertha BSC dümpelt unter Pal Dardai dem Saisonende entgegen. Pal Dardai kann weder Punkte für die Tabelle noch für sich selbst sammeln. Die Trainerdebatte geht nach dem 0:2 in Hoffenheim weiter. Mit viel Glück vermieden die Berliner eine Klatsche.


Sinsheim (dpa) - Die TSG 1899 Hoffenheim hat erstmal einen Europa-League-Rang erobert und schielt sogar vorsichtig wieder Richtung Champions League.

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»Wir haben noch ein paar direkte Duelle, die entscheidend sein werden. Die erste Aufgabe aber ist, den sechsten Platz zu verteidigen«, sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem hochverdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga. Im Niemandsland der Tabelle stecken die Berliner und Coach Pal Dardai derweil in der Krise - von der Davie Selke auch nach der fünften Niederlage nichts wissen wollte.

»Ich finde, er macht es gut, bewahrt die Ruhe. Ich spüre nix von einer Krise, finde nicht, dass wir verunsichert sind«, sagte der Angreifer zu Dardais ungemütlicher Situation. Der 43 Jahre alte Unger selbst wiederholte wie schon seit Tagen, dass er sich einer Diskussion um seiner Person nicht verschließe. »Ich habe es schon hundert Mal gesagt. Wenn ich die Weiterentwicklung blockiere, dann müssen sie es zu mir sagen«, sagte er. Seit mehr als vier Jahren ist der Ex-Profi Coach bei Hertha. Das Ziel für die restlichen fünf Spiele gab Dardai selbst aus: »Die Top Ten musst du erreichen.«

Allerdings war sein Team schwer gebeutelt von Verletzungen und Sperren wie für Ondrej Duda und Vedad Ibisevic in den Kraichgau gereist. Hertha legte gleich zu Beginn den Rückwärtsgang ein, kam aber kaum hinterher gegen angriffsfreudige Hoffenheimer. Der ungarische Sturmtank Adam Szalai hatte alleine in den ersten acht Minuten drei große Möglichkeiten. Einmal rettete zudem Keeper Rune Jarstein gegen Amiri - die Hertha-Spieler wussten kaum, wo ihnen der Kopf stand.

Nadiem Amiri (29.) und der eingewechselte Reiss Nelson (76.) nach einer Videobeweis-Entscheidung erzielten dann die Tore für die hoch überlegenen Gastgeber. »Ob abseits oder nicht, deswegen haben wir nicht verloren«, sagte Dardai mit Blick auf den zweiten Hoffenheimer Treffer und fügte hinzu: »Spielentscheidend war, dass wir ängstlich angefangen haben. Ich kann aber keinen Vorwurf an die Spieler machen. Sie haben gekämpft und alles gegeben, aber es hat nicht gereicht.«

Am Ende konnte Dardai jedenfalls auch das siebte Duell mit Nagelsmann nicht für sich entscheiden. Der 31 Jahre junge Hoffenheimer Coach und künftige Cheftrainer von RB Leipzig feierte vor 28.010 Zuschauern seinen 50. Sieg im Oberhaus. Zudem blieb sein Team im fünften Spiel in Serie ungeschlagen.

Nagelsmann kritisierte diesmal auch gar nicht die mangelhafte Chancenverwertung seines Teams, am Ende war die Partie schnell abgehakt. »Irgendwie war es ein schleppendes Spiel, sehr träge«, bemängelte er nur. »Es geht darum, dass wir unsere Hausaufgaben machen und den Druck auf die Liga erhöhen.«

Im vergangenen Jahr waren die Hoffenheimer im Saisonendspurt als Tabellendritter noch in die Königsklasse gestürmt. Wenigstens mit einer Europa-League-Teilnahme will sich Nagelsmann im Sommer gen Leipzig verabschieden. Allerdings spielt die TSG nicht mehr gegen die Top Vier der Liga, aber noch gegen Wolfsburg, in Mönchengladbach und gegen Bremen und kann zum dritten Mal hintereinander international dabei sein.

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