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Altlandrat Georg Grabner mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner. (Fotos: Bildarchiv Bayerischer Landtag, Rolf Poss)
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Auch Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler (rechts) erhielt aus den Händen von Ilse Aigner den Verdienstorden.

Hohe Auszeichnung für Grabner und Kofler

Über eine besondere Ehrung dürfen sich Altlandrat Georg Grabner aus Teisendorf und die Traunsteiner Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler freuen: Am Freitag wurde den beiden im Landtag der Bayerische Verfassungsorden verliehen. Der Bayerische Landtag ehrt mit dem Verfassungsorden Bürger, die sich aktiv für die Werte der Bayerischen Verfassung engagieren.


Die Auszeichnung wurde als Bayerische Verfassungsmedaille am 1. Dezember 1961 vom damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer gestiftet. Seit nunmehr 60 Jahren ist sie öffentliche Anerkennung für Bürgerinnen und Bürger, die sich herausragend für das Gemeinwohl engagieren und damit die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen. 2021 wird der Orden erstmals als Bayerischer Verfassungsorden in einer Klasse verliehen.

Georg Grabner hat sich über viele Jahre hinweg auf verschiedenen politischen Ebenen für seine Heimat und das Gemeinwohl engagiert. Von 1990 bis ins Jahr 2002 vertrat er den Stimmkreis Berchtesgadener Land im Bayerischen Landtag und engagierte sich in dieser Zeit insbesondere im Haushaltsausschuss und im Ausschuss für kulturpolitische Fragen. 2002 wurde er zum Landrat des Berchtesgadener Lands gewählt.

In seiner 18-jährigen Amtszeit engagierte er sich in unterschiedlichen Bereichen, etwa beim Erhalt der Kreiskliniken Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing in kommunaler Trägerschaft und der späteren Fusion mit den Kliniken des Landkreises Traunstein oder auch bei der Gründung des gemeinsamen Kommunalunternehmens Chiemseehospiz in Bernau am Chiemsee – ein Ort, an dem sich Grabner mittlerweile auch ehrenamtlich als Hospizbegleiter engagiert. Einen weiteren wichtigen Fokus für Georg Grabner stellte während seiner Amtszeit die Bildung dar. So konnte nicht zuletzt auf seine Initiative hin das Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit der TU München entstehen, bei dem sich der ehemalige Landrat zudem von 2009 bis 2013 als Vereinsvorsitzender einbrachte – bis die Trägerschaft auf den Landkreis überging. Darüber hinaus war er in zahlreichen Ehrenämtern aktiv, etwa als Präsident des Bob- und Schlittenverbands, im Kuratorium der Fachhochschule Rosenheim und in Tourismusverbänden.

Dr. Bärbel Kofler engagiert sich seit vielen Jahren politisch und insbesondere für den Schutz der Menschenrechte und weltweite humanitäre Hilfe. Nach der Mittleren Reife absolvierte sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau, erwarb im Anschluss auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife und schloss 1992 ein Studium als Diplom-Informatikerin ab. Stärker dem internationalen Bereich widmete sie sich in Folge durch ein weiteres Studium der Sprachwissenschaften, der russischen und der spanischen Sprache an der Universität Salzburg, wo sie im Jahr 1998 promovierte.

Beruflich war sie zunächst in einem Reiseunternehmen tätig, bevor sie 1999 als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst nach Moskau ging, später als Sprachlehrerin und als Dozentin an der Zivildienstschule in Geretsried tätig war. Von 2002 bis 2006 gehörte Kofler dem Stadtrat von Bad Reichenhall, von 2002 bis 2010 dem Kreistag des Berchtesgadener Landes an und seit 2014 vertritt er die SPD im Kreistag Traunstein. Bereits seit 2004 ist Dr. Kofler Mitglied des Deutschen Bundestags, seit 2016 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe. Ihr ist es nach eigenem Bekunden ein Herzensanliegen, durch couragiertes Eintreten einen institutionellen und politischen Rahmen zu schaffen, um denen zu helfen, die weltweit von der Missachtung von Menschenrechten betroffen sind. Diesem Anliegen widmet sich Dr. Kofler auch in vielen ehrenamtlichen Funktionen, etwa als Vizepräsidentin der Deutschen Afrika-Stiftung oder bei der Aktion Deutschland Hilft e.V. (ADH).

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