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Hohe Nachfrage: Vertragsnaturschutzprogramm im Landkreis

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Extensive Heuwiese im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms (Foto: Landratsamt Traunstein)

Traunstein – Viele Landwirte und andere Flächenbewirtschafter im Landkreis Traunstein beteiligen sich am bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm und bewirtschaften ihre Flächen extensiv und naturschonend. In den vergangenen zwei Jahren wurde neben zahlreichen Verlängerungen bereits laufender Vereinbarungen zusätzlich eine Fläche von rund 1200 Hektar neu in das Förderprogramm aufgenommen. Im Jahr 2020 war die Nachfrage besonders hoch. Insgesamt werden nun im Landkreis Traunstein für knapp 3000 Hektar Fläche 1,3 Millionen Euro an Naturschutzgeldern aus dem Fördertopf des Umweltministeriums ausbezahlt.


Das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm erfährt damit einen immer stärkeren Zuspruch in der Landwirtschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Naturlandschaften. Auch im diesjährigen Antragszeitraum konnten wieder bis Ende Februar neue Anträge bei der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Traunstein gestellt werden. Trotz der diesjährigen schwierigen Bedingungen gingen zahlreiche Anträge ein. „Durch die finanzielle Förderung wird der besondere Einsatz unserer Landwirte für die Natur honoriert und wertgeschätzt“, so Biodiversitätsberaterin Bettina Gschlößl und die zuständige Fachreferentin für Naturschutz, Luise Antwerpen.

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Das Vertragsnaturschutzprogramm bietet zahlreiche Maßnahmen zur Förderung naturschutzfachlich wertvoller Flächen und deren Bewirtschaftung an. Honoriert wird beispielsweise eine späte Mahd von Wiesen, um selten gewordene Pflanzenarten oder bodenbrütende Vogelarten zu schützen. So wird die späte Streuwiesenmahd ab September gefördert, um beispielsweise heimische Orchideen ausblühen zu lassen. Die Förderung zur Schaffung von Brachflächen in Äckern ist ein wichtiges Fördermittel zum Schutz von gefährdeten Feldbrütern wie Feldlerche und Kiebitz.

Aber auch die traditionell gepflegten mageren Flachlandmähwiesen können unter Verzicht auf eine Düngung und eine Mahd frühestens ab Mitte Juni gefördert werden. Mit Hilfe von Altgrasstreifen beispielsweise an Gewässern oder Waldrändern sollen Insekten wieder einen Lebensraum über den Winter erhalten. Auf einer Fläche von gut 740 Hektar wird im Rahmen des Programmes auch die extensive Beweidung von Almen gefördert. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der herrlich blühenden Almflächen geleistet. Alle Maßnahmen für Acker, Grünland und Weiden werden auf fünf Jahre abgeschlossen.

Interessenten können sich schon jetzt für eine Beratung vor Ort, eine fachliche Einschätzung der Flächen und zur Ermittlung der Fördersätze für den Antragszeitraum 2022 an das Landratsamt Traunstein wenden.

fb/red

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